Eikemeier: Verpackungen aus einer Hand

Seniorchef Uwe Eikemeier (3. von links) erläutert CDU-Stadtverbandschef Marco Zacharias (von links), Rainer Fredermann und Burkhard Balz die komplexen Produktionsabläufe.Foto: O. Krebs

CDU-Politiker verfolgen interessiert den Weg vom Rohstoff zur fertigen Kartonage

Langenhagen (ok). Was in kleinem familiären Rahmen in Hannover-Döhren anfing, hat sich zu einem sehr erfolgreichen mittelständischen Unternehmen gemausert: Eikemeier Kartonagen ist ein Name in der Branche. Davon hat sich jetzt auch eine Delegation der CDU – unter anderem mit dem Europaabgeordneten Burkhard Balz und mit dem Landtagskandidaten Rainer Fredermann – überzeugt. Geschäftsführer Uwe Eikemeier und sein Sohn Christian zeigten den interessierten Gästen die hochmodernen, überwiegend computergesteuerten Arbeitsabläufe mit vollautomatischen Hochregallagern für viele Tausend von Paletten. Die Politiker bekamen anschaulich den Weg vom Rohmaterial, dem Altpapier, bis zur fertigen Verpackung in unterschiedlicher Größe und Stärke. Etwa 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind am Standort in der Bayernstraße beschäftigt, wo seit 1981 produziert wird. Der größte Teil der rund 400 Frauen und Männer umfassenden Belegschaft ist allerdings in Lucka in Thüringen tätig. Dort hat Uwe Eikemeier in den vergangenen 20 Jahren rund 80 Millionen Euro investiert, damit er „Just-in-Time“ produzieren kann. „Lediglich eine Maschine stammt noch aus DDR-Zeiten“, erzählt Eikemeier schmunzelnd. Ein Engagement, das auch entsprechend gewürdigt wurde: 1998 wurde Uwe Eikemeier für seinen Einsatz für den wirtschaftlichen Aufschwung im Osten als „Unternehmer des Jahres“ vom Altenburger Landrat geehrt; zwei Jahre später überreichte ihm der damalige Niedersächsische Wirtschaftsminister Peter Fischer für seine Verdienste das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Eikemeier kümmert sich auch um die Ausbildung junger Menschen, oft fehlten jedoch die Voraussetzungen – gerade in Mathe und Deutsch – wie Juniorchef Christian Eikemeier weiß. Und die Attraktivität der Berufe bei Eikemeier Kartonagen sei ganz unterschiedlich. Auf eine kaufmännische Ausbildung gebe es jede Menge Bewerbungen, sagt Uwe Eikemeiers Tochter Cornelia, beim Berufsbild des Packmitteltechnologen – der frühere Verpackungsmittelmechaniker sei die Nachfrage eher mau. „Vielleicht ist er einfach zu wenig bekannt“, mutmaßt Christian Eikemeier, der durchaus auch gute Hauptschüler einstellen würde.
Alles aus einer Hand – so die Devise der Eikemeier Unternehmensgruppe, zu der noch Standorte in Rathenow bei Berlin und in Dresden sowie der Internetshop packen24.de und die Druckerei Lara Print in Lucka gehört. Bei so einer erfolgreichen Entwicklung ist es kein Wunder, dass viele Kartons und Verpackungen – egal, ob für Getränke, Pizza oder Babynahrung – aus dem Hause Eikemeier stammen. Ein gutes Beispiel für die Dimensionen und den Erfolg den das Unternehmen am Markt hat: Für einen Artikel eines großen Discounters produziert die Firma Eikemeier 400.000 bis 500.000 Verpackungen pro Jahr.