Ein arbeitsreiches Jahr dank Sturm und Regen

Ehrungen und Beförderungen standen bei der Schulenburger Feuerwehr an. (Foto: D. Lange)
 
Stadtbaurat Carsten Hettwer berichtete über den Bau des neuen Feuerwehrhauses. (Foto: D. Lange)

Freiwillige Feuerwehr Schulenburg zieht Bilanz in ihrer Jahreshauptversammlung

Schulenburg (dl). Von Eisregen keine Spur. Was im vergangenen Jahr noch zu einem verzögerten Beginn der Versammlung mit nur wenigen Feuerwehrleuten führte, blieb diesmal aus. Dafür wurde die Ortsfeuerwehr Schulenburg in diesem Jahr, und nicht nur sie, auf andere Art mit extremen Wetterlagen konfrontiert. Die Unwetter mit Sturm- und Hochwasserschäden im Jahr 2017 und die anhaltenden Verzögerungen in Sachen Neubau der Feuerwache in Engelbostel/Schulenburg waren somit die vorherrschenden Themen der Freiwilligen Feuerwehr Schulenburg auf ihrer jüngsten Jahreshauptversammlung. Deren Bilanz des Jahres 2017 verzeichnet insgesamt 42 Einsatzstellen für die 35 aktiven Brandschützer, gegenüber 26 im Vorjahr. Davon allein 32 techn. Hilfeleistungen, wie diverse Unwettereinsätze, unter anderem während des Hochwassers im Juli, Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen, die nicht in allen Fällen glimpflich ausgegangen waren und eine der fast schon obligatorischen Bombenräumungen in Langenhagen, diesmal am Flughafen. Die Zahl der Brandeinsätze im abgelaufenen Jahr hält sich dagegen, was Schulenburg angeht, in Grenzen. Was aber auffällt, ist die zunehmende Zahl der durch Rauchmelder ausgelösten Fehlalarme. Die vorherrschende Meinung der Feuerwehr dazu ist jedoch, besser einmal umsonst ausrücken, als einmal zu spät. Nun werden die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr aber nicht nur bei ihren Einsätzen gefordert, sondern bekanntlich auch bei diversen Ausbildungsdiensten und Übungen, die in diesem Fall mit über 38 Diensten zu Buche schlagen. Darüber hinaus galt das Interesse der Versammlung wie schon im vergangenen Jahr naturgemäß dem aktuellen Stand der Dinge in Sachen Neubau des gemeinsamen Gerätehauses für die Ortsfeuerwehren Schulenburg und Engelbostel. Stadtbaurat Carsten Hettwer war seinerzeit optimistisch, dass bereits die übernächste Hauptversammlung, also 2019, in den neuen Räumen am Stadtweg stattfinden kann. Daraus wird nichts, es sei denn, die Freiwilligen wollen im Januar in einem Rohbau tagen. Der ursprünglich für Oktober 2017 geplante Baubeginn jedenfalls musste erneut verschoben werden. Die Gründe dafür seien, so Hettwer, Verzögerungen im Ausschreibungsverfahren für einen Generalunternehmer. Dieser sei jetzt aber gefunden und dazu verpflichtet worden, den Rohbau im ersten Quartal 2019 fertig zu stellen. Hettwer bleibt weiterhin optimistisch, dass der Spatenstich nun endgültig im nächsten März stattfinden kann. Personell sei die Schulenburger Ortsfeuerwehr gut aufgestellt, so Ortsbrandmeister Jens Koch, der sich zudem darüber freut, „dass wir mit Tom Döpke erneut einen Kameraden aus der Jugendfeuerwehr für die Aktiven gewinnen konnten“. Nicht wenige der mittlerweile altgedienten Feuerwehrleute widmeten ihrer Freiwilligen Feuerwehr ein ganzes Leben, so wie beispielsweise Hermann Büttner, der auf 60 Jahre Feuerwehr zurückblicken kann. Er bekam ebenso eine Auszeichnung für seine Treue, wie diejenigen, welche noch noch nicht so lange dabei sind. Die bisherige Schriftführerin Anne-Kathrin Weber ist seit 25 Jahren Mitglied und Ortsbrandmeister Jens Koch seit 40 Jahren. Beförderungen gab es ebenfalls. Der Jugendfeuerwehrwart Rick Louis wurde zum Löschmeister befördert, Kassenwart Michael Gantzer avancierte zum Ersten Hauptfeuerwehrmann und die Brüder Alexander und Daniel Nägler dürfen sich künftig Oberfeuerwehrmann nennen. Daniela Egger-Pfannkuchen ist die neue Schriftführerin und Pascal Stich wurde zum Gruppenführer befördert.


BU: Die Altgedienten und der Nachwuchs: v. li. Ortsbrandmeister Jens Koch und seine Stellvertreterin Nadine Schuster, Pascal Stich, Anne-Kathrin Weber, Hermann Büttner, Schriftführerin Daniela Egger-Pfannkuchen, Alexander & Daniel Nägler, Jugendwart Rick Louis sowie Stadtbrandmeister Arne Boy.