Ein außergewöhnliches Treffen

Nach 50 Jahren gab es für ehemalige Schülerinnen und Schüler der Brinker-Schule beim Klassentreffen ein Wiedersehen. Viel wurde über vergangene Zeiten gesprochen. Foto: E. A. Nebig

Ehemalige trafen sich jetzt im Hotel Grethe

Jubiläums-Klassentreffen
Langenhagen (ne). In Langenhagen fand jetzt ein außergewöhnliches Klassentreffen statt; denn diesmal trafen sich ehemalige Schüler/innen, die vor 50 Jahren aus der Brinker Volksschule in Langenhagen entlassen worden waren. Ihr letzter Klassenlehrer war Willi Rönneberg; ihr Rektor bis Mai 1959 Herr Andermann. Seinen Nachfolger, Robert Zwetz, lernten die Ehemaligen kaum noch kennen, er kam am 1. März 1960, um sie zu verabschieden. Das ECHO meldete damals, wer das Abschlusszeugnis der Brinker Schule erhalten hatte, es waren 42 Namen. Alle hätten eine Lehrstelle erhalten und seien gut untergekommen, wurde dazu vermerkt. Kurz vor der Schulentlassung wurden viele der Mädchen und Jungen konfirmiert, ehe sie den Weg ins Berufsleben antraten und dann die Berufsschulbänke drücken mussten. Zu den Konfirmanden gehörten zum Beispiel Günter Kuhn und Brigitte Basczik, geborene Ankert. Sie war es, die gemeinsam mit Britta Knopf, Ulrike Wolf, Gabriele Oberg und Günter Danisch mit viel Mühe das Treffen organisierte, denn die Adressen herauzufinden, war gar nicht so einfach. Viele der ehemaligen Klassenkameraden und Kameradinnen wohnen heute nicht mehr in der Region Hannover, und die Frauen hatten, wie damals üblich, bei Heirat den Namen des Ehemannes angenommen. Langenhagen war damals noch eine junge Stadt, die gerade ein Jahr zuvor das Recht erhalten hatte, sich Stadt zu nennen,ohne dabei beondere Rechte zu erhalten. Welchen Weg diese bis heute genommen hat, das überraschte doch einige der „Ehemaligen“ sehr, als sie sich jetzt im Hotel Grethe wieder sahen, nachdem sie durch Langenhagen geschlendert waren. Auch mit dem Wiedererkennen klappte es nicht bei allen auf Anhieb. Doch schnell war das Eis gebrochen und das Treffen geriet zu einer gemütlichen Runde, die erst lange nach Mitternacht endete. Fotoalben gingen herum und es wurden anregende Gespräche über die Schulzeit und die Entwicklung Langenhagens vom Dorf zur Stadt geführt, die nicht enden wollten. Auch über das damalige strenge Schulwesen wurde diskutiert. Dabei war man war sich einig, dass die damalige Disziplin im Berufsleben Früchte trug. Auch der Schulsport war ein besonderes Thema. Brigitte Basczik und viele andere konnten sich noch gut entsinnen, dass in der zweiten Pause täglich unter Aufsicht einer Lehrperson Gymnastik Pflicht war. Alles in allem war das Treffen eine Veranstaltung, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer begeisterte. Man beschloss, sich bald wiederzusehen.