Ein Bauwerk für die Kleinen

Schritten gemeinsam zur Tat: Frauke Brusche, zukünftige Leiterin des Kinderhauses (von links), Carsten Hettwer, Stadtbaurat und die Zimmerleute Kim Meyer und Roy Trittschack (Foto: D. Lange)

Richtfest am neuen Kinderhaus in Kaltenweide

Kaltenweide (dl) Der Rohbau des neuen Kinderhaus an der Zellerie steht und der Dachstuhl ist bis auf den symbolischen „letzten Nagel“ ebenfalls fertig. Zeit also, Richtfest zu feiern. Dafür wird bekanntlich, einem alten Brauch folgend, die Richtkrone aufgezogen und der Zimmermann trägt, auf dem Dachstuhl stehend, den Richtspruch vor, als Dank an den Bauherrn und alle beteiligten Handwerker und dafür, dass beim Bau bisher und in Zukunft keiner der Handwerker zu Schaden kommt. Anschließend gilt es, den symbolischen, letzten Nagel im Dachstuhl einzuschlagen. Engagiert und tatkräftig ergriff dazu Frauke Brusche, die Leiterin des neuen Kinderhauses mit beiden Händen den Hammer, schaffte es aber nicht ganz, den immerhin rund 15 cm langen Nagel ganz im Holz zu versenken. Den Rest erledigte dann mit zwei, drei gezielten Schlägen der erfahrene Zimmermann Kim Meyer an ihrer Seite. Das zweigeschossige Gebäude mit Aufzug bietet nach seiner Fertigstellung Anfang kommenden Jahres Platz für vier Hortgruppen mit insgesamt 80 Kindern. Stufenlose Zugänge zum Gebäude, ein Fahrstuhl, breite Türen und Flure und ein behindertengerechtes WC sorgen für die notwendige Barrierefreiheit. Zusätzlich können sich die Kinder über einen 75m² großen Bewegungsraum freuen. Die für Ende dieses Jahres geplante Fertigstellung musste aufgrund witterungsbedingter Einflüsse zwar auf Anfang 2018 verschoben werden, dafür blieb der ursprüngliche Kostenrahmen von 3,46 Millionen Euro im Plan. Auftretende Kostensteigerungen während der Bauphase in einzelnen Gewerken wurden durch entsprechende Modifikationen und niedrigere Kosten in anderen Bereichen, aber auch mit Hilfe eines eingeplanten Puffers ausgeglichen. Das neue Kinderhaus mit seinen 80 Hortplätzen wird mit seiner Inbetriebnahme, was die Bedarfslage bei den Hortplätzen in Kaltenweide betrifft, für eine spürbare Entspannung sorgen. Geplant ist, dass zwei der Gruppen, die bisher in den Containern hinter der Feuerwehr untergebracht sind sowie je eine Gruppe aus der Schule und eine aus der Kita in das neue Haus umziehen werden. Die verbleibende Gruppe schließlich wechselt in die Schule. Ob darüber hinaus noch Bedarf an weiteren Hortplätzen besteht, wird unter anderem von den Anmeldezahlen abhängen, die im Januar vorliegen. Jüngsten Prognosen zufolge sind beispielsweise die Kindergartenzahlen derzeit rückläufig, sodass in den Kitas weitere Kapazitäten für neue Hortgruppen entstehen könnten, so das die Leiterin des Jugendamtes, Heidi von der Ah. Einiges hänge auch von den weiteren Entwicklungen hin zur Ganztagsschule ab.