Ein besonders schöner Tag

Sportlich, sportlich: die Turntiger der 2a und 2b.Foto: O. Krebs

Kaltenweider Sporthalle nach nur halbem Jahr Bauzeit eingeweiht

Kaltenweide (ok). Ja, ja, ein Kommunalpolitiker hat’s schon schwer: Kaltenweides Ortsbürgemeister Wolfgang Langrehr gestattete bei der Einweihung der neuen Sporthalle der Kaltenweider Grundschule Einblicke in sein Seelenleben. Der Sozialdemokrat gestand ein, dass es viele nicht so schöne, ein paar schöne und wenige besonders schöne Tage im Leben eines Kommunalpolitikers gebe. Allerdings – und bei diesen Worten ging ein Leuchten über das Gesicht Langrehrs – gehöre der heutige Tag zur letztgenannten Kategorie. In Kaltenweide mit dem wachsenden Ortsteil Weiherfeld werden sich die Menschen nach Ansicht Langrehrs auch in der neuen Zwei-Feld-Passivhaus-Sporthalle näherkommen und „zusammenwachsen“. Langrehr schmunzelnd: „Nur das Haus soll hier passiv sein.“ Die Halle sei für die größte Grundschule Langenhagens, die bisher mit einer Einfeldsporthalle vorlieb nehmen musste, angemessen. „Mit deren Abriss werden sich die unbefriedigenden Schulhofstrukturen ändern“, ist Langrehr zuversichtlich und machte in seiner Rede noch einmal deutlich, welche „Spagate bis zum Bau der Halle vollzogen werden mussten“. So habe die Notwendigkeit von „gar nicht“ bis „sofort“, die Größe der Tribüne von „300 Zuschauern auf beiden Seiten“ bis „darf nichts kosten“ gereicht. Herausgekommen ist nach nur einem halben Jahr Bauzeit schließlich eine wettkampfgerechte Halle mit einer Länge von 44 und einer Breite von 22 Metern, einer Tribüne mit 140 Plätzen und barrierefreiem Zugang; für Bürgermeister Friedhelm Fischer etwas „Beständiges und Zukunftsweisendes“. Kostenpunkt: 2,8 Millionen Euro, bezuschusst von Mitteln aus dem Konjunkturpaket II. „Sie hätte zu keiner Zeit günstiger gebaut werden“, betonte Langrehr. Nach den vielen Reden wurden die Kinder langsam ungeduldig, wollten die Halle endlich in Beschlag nehmen. Und Rektorin und Hausherrin Eva-Maria Kreikmann, selbst „stolz wie Oskar“, gab die Halle schließlich zum „Bespaßen“ frei. Das ließen sich die Turntiger aus der 2a und 2b und die Tanz-AG der dritten und vierten Klassen nicht zweimal sagen, legten sich tänzerisch und akrobatisch so richtig ins Zeug. Und mit lautstarkem Beifall der Mitschülerinnen und Mitschüler nach Stefan Raabs Grand-Prix-Kultsong „Wadde hadde dudde da“ ging nicht nur für Ortsbürgermeister Langrehr ein besonders schöner Tag in der Kaltenweider Sporthalle zu Ende.