Ein Erlebniscenter mit Aufenthaltsqualität

Tauschten sich über die Entwicklung des CCL aus (von links): Cornelia Lütge, Marco Brunotte, André Beckmann, Angelika Kramm und Marc Köhler. (Foto: O. Krebs)

Vermietungsquote im CCL liegt bei satten 98 Prozent

Langenhagen (ok). 21.000 Besucher pro Tag, 6,5 Millionen Kunden im Jahr – das Centermanagement des CCL ist mit der Frequenz im Einkaufszentrum sehr zufrieden. Auch gerade, was die Zuwächse von 2012 bis heute angeht. Jedes Jahr zweistellig. In diesem und in den nächsten Jahren soll der sukzessive versucht werden, das Einzugsgebiet zu erweitern und die Stammkunden noch mehr an sich zu binden. Einen großen Anteil an den Umsätzen hat die Gastronomie, geschätzte 15 bis 20 Prozent. Sowohl Centermanagerin Angelika Kramm als auch André Beckmann fürs Bestandscenter hoffen, dass sich in Sachen Europa-Markthalle etwas tut. Ab Ende 2017 soll die Dialyse-Praxis in die Markthalle umziehen; ein Nachmieter fürs die 1.000 Quadratmeter im CCL wird dann gesucht. "Er wird wohl aus dem Handel kommen", ist sich André Beckmann sicher. "Der Umbau der Europa-Markthalle wäre eine Win-Win-Situation für alle", so Kramm und Beckmann unisono. Die beiden Verantwortlichen sind froh, dass das Zentrum attraktiver geworden ist, sehen Synergieeffekte. Die Stadt sei durchaus interessiert, den Bereich rund ums CCL weiterzuentwicklen, machten die drei SPD-Ratsmitglieder Cornelia Lütge, Marco Brunotte und Marc Köhler im Gespräch deutlich. Und das City Center ist auch ein großer Arbeitgeber für die Stadt Langenhagen und die Region – etwa 400 bis 500
Beschäftigte arbeiten in Vollzeit in den insgesamt 134 Shops. Fachkräfte werden auch hier immer gesucht. Die Beschäftigung von Flüchtlingen ist durchaus auch ein Thema, allerdings gebe es dort natürlich eine Sprachbarriere.
Innerhalb der ersten zwei Jahre entscheide sich, ob ein Konzept angenommen werde. Bislang sei es aber immer gut gelungen, nachzuvermieten. Die Quote liegt in beiden Gebäudebestandteilen bei satten 98 Prozent. Inhabergeführte Geschäfte geben dem Center einen besonderen Charme und seien die Seele und das Sozialkaufhaus fairkauf habe sich am Standort sehr positiv entwickelt. Trotzdem werde natürlich immer wieder versucht, den Mieter-Mix zu optimieren, ein Thema sei deshalb zum Beispiel ein Sportgeschäft. "Das ist allerdings sehr schwierig, da die Online-Konkurrenz sehr groß ist."
Seit März 2012 existiert die Erweiterung des City Centers und sowohl Angelika Kramm als auch André Beckmann bezeichnen die Zusammenarbeit zweier Eigentümer nach Startschwierigkeiten im ersten halben Jahr als sehr fruchtbar und konstruktiv. Auch die Werbegemeinschaften schmeißen ihre Etats jetzt zusammen, rechtliche und finanzielle Aspekte stehen einer Verschmelzung allerdings im Wege. Gleichwohl wachsen die Werbegemeinschaften zusammen; die Vorstandssitzungen gehen schon zusammen über die Bühne. Das CCL hat sich nach Auffassung aller Beteiligten zu einem Erlebniscenter mit Aufenthaltsqualität entwickelt, das Lust auf mehr mache. Marco Brunotte ist mit der Entwicklung in den vergangenen fast vier Jahren sehr zufrieden: "Es hat sich ausgezahlt, einen bedeutsamen und langsamen Weg für die Entwicklung des Zentrums gewählt zu haben. Das City Center habe gewonnen und werde gerade von Jüngeren mehr angenommen. Es stelle einen Wert im Zentrum dar.