Ein Exot namens Lacrosse

Rhönradfahren stand ebenso wie...
 
...Lacrosse auf dem Plan.

Neue Sportarten im Blickpunkt der IGS-Projektwoche „Bewegung ist cool“

Langenhagen (ok). Fußball, Brennball oder Geräteturnen – Sportarten, die den Schülern geläufig sind, und manche von ihnen sicherlich auch schon zum Halse heraushängen. An der IGS Langenhagen wird jetzt seit drei Jahren ein anderer Weg gegangen, während einer Projektwoche „Bewegung ist cool“ im siebten Jahrgang wurden jetzt 15 außergewöhnliche Sportarten oder zumindest solche, die im Schulunterricht keine Rolle spielen, in Kooperation mit Sportvereinen genau unter die Lupe genommen, und die erfahrungen dokumentiert. Und auch in diesem Jahr waren einige Exoten dabei, wer hat denn zum Beispiel schon mal etwas von Lacrosse gehört. Bei dieser Ballsportart versuchen zwei Mannschaften, den Ball mit einem Netzschläger ins gegnerische Tor zu befördern. Auch auf dem Programm: Rhönradfahren, Trampolin und Golf. Auf dem grünen Rasen übten die Kids den richtigen Umgang mit Putter und Eisen. „Mit dem Golfverband wird ein Förderkonzept verfolgt“, erläutert Sportfachbereichsleiterin Petra Goltermann. Auf dem Trampolin ging es auch richtig zur Sache, Mayleen beherrschte am Ende des Tages sogar einen Salto. Eine Erfahrung der besonderen Art machte Jan bei einer Sportart, die landläufig eigentlich eher den Mädchen zugeordnet wird. Aber weit gefehlt, denn Cheerleading ist auch etwas für Jungen, vereint viele akrobatische und tänzerische Elemente. „Jungen sind aber bei weitem so gelenkig wie Mädchen“, ist eine „schmerzliche“ Erfahrung, die der Teenager machen musste. Inspiriert von Stefan Raabs Kultsendung „Schlag den Raab“ fühlten sich die Schüler beim Squash. Schließlich hat sich der Moderator auch schon in dieser schnellen Rückschlagsportart ausprobiert, die sich in Sachen Technik doch erheblich von Tennis unterscheidet. Die Tennisgemeinschaft hat sich bereits zum dritten Mal an dieser Kennenlernwoche für Sportarten beteiligt, vermittelt die Grundlagen des Tennis in der Praxis. Und auch Kanufahren in Hildesheim, Drachenbootfahren auf dem Maschsee, Kllettern oder Kampfkünste wie Taek-Won-Do oder Judo kamen supergut an. Marnie hatte sich bei den Kampfkünsten zwar mehr Verteidigungstechniken erhofft, ließ sich aber auch gern in Falltechniken unterrichten. Darüber hinaus imponierten ihr die Regeln des gegenseitigen Respekts. Beim Badminton lernte Alwine Begriffe wie V-Griff, Damengriff oder Käsekuchengriff kennen, und beim Segeln ging’s am zweiten Tag auf den Schulenburger Südsee. „Übrigens das einzige Angebot, das kostenfrei war“, zollte Petra Goltermann dem Segelclub Passat ein großes Lob. Für alle, die noch nicht das Bronzeabzeichen in Tasche haben, waren vier Tage Schwimmintensivkursus im Godshorner Bad berpflichtend, und Kathy meinte anschließend: „Das war fast so anstrengend wie ein Training für Olympia“. Ein Eindruck, die die Schülerinnen und Schüler beim Fechten eher nicht teilten. Ein Schritt vor, einer zurück – das Ganze lief ihnen eher zu statisch ab. Ansonsten gab es nach Auskunft Petra Goltermanns aber durchwegig ein positives Feedback, die Begeisterung bei den Schülerinnen und Schülern war herauszuhören. So meinten beispielsweise die Kanuten einstimmig, dass sie diese Aktion wiederholen und wieder ins Boot steigen wollen. Und nicht nur die Schülerinnen und Schüler hatten eine Menge Spaß in dieser Woche, auch die betreuenden Lehrkräfte waren aktiv dabei und lernten neue Sportarten kennen.