Ein Freizeithaus für den Lindenhof

Engagement für das Projekt Freizeithaus (von links): Saskia Adlon, Geschäftsführerin der GBA, Apotheker Carsten Lambrich, Ulrich Seiboth von der Stiftung Lindenhof und Angelika Drobek, pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte. (Foto: O. Krebs)

Stiftung finanziert, sucht aber noch Spenden

Kaltenweide. Bei strahlend schönem Herbstwetter feierte die Stiftung Lindenhof wieder ihr traditionelles Kartoffelfest in Kaltenweide.
Ein Highlight waren wieder die knusprigen, frisch zubereiteten Kartoffelpuffer frisch aus dem Bräter.
Dazu gab es Bratwürstchen mit verschiedenen hausgemachten Kartoffelsalaten.
Die Langenhagener Gruppe „Fischermen’s Friends“ sorgte für die musikalische Begleitung des Festes und war eine willkommene Ergänzung. Mit Gitarre und einem virtuosen Saxophon fand die Gruppe immer den richtigen Ton und die richtige Lautstärke. Im Kaffeegarten duftete es wieder nach vielen selbst gebackenen Kuchen und Torten.
So nutzen viele Freunde, Bekannte und Förderer der Stiftung Lindenhof die Gelegenheit, sich über die aktuellen Vorhaben des Lindenhofes zu informieren.
Der Vorsitzende Ulrich Seiboth stellte das aktuelle Projekt Freizeithaus vor.
Die ursprüngliche Planung eine Tagesstruktur für Menschen mit Behinderungen im Lindenhof einzurichten, musste verschoben werden, weil die Genehmigung von Pflegesätzen hierfür zurzeit noch rechtlich ungeklärt ist und damit die Finanzierung des laufenden Betriebes nicht gesichert werden konnte.
„Stattdessen bauen wir nun eine Blockhütte zur gemeinsamen Freizeitgestaltung. Die Kosten von etwa 85.000 Euro sollen weitgehend durch die Stiftung finanziert werden.“
Das Projekt wurde mit Fotos und Lageplan vorgestellt und konnte von den Besuchern begutachtet werden. Aktuell fehlen noch etwa 20.000 Euro an Spenden.
Die Spenden des Kartoffelfestes sollen ebenfalls hierfür verwendet werden. Einen Zuschuss gibt es auch von den vier Langenhagener Apotheken City-Apotheke, Apotheke am Straßburger Platz, Alte Apotheke und Elisabeth-Apotheke. "Die Spenden unserer Kunden haben wir noch aufgestockt", erläutert Apotheker Carsten Lambrich. So sind insgesamt 250 Euro zusammengekommen. Jedes Quartal unterstützen sein Team und er ein soziales Projekt, aktuell ist die Herzstiftung an der Reihe.
Die weitere Planung des Trägers Gemeinnützige Gesellschaft für Behindertenarbeit (GBA), ein Wohnheim für ältere und pflegebedürftige Menschen mit Behinderungen zu bauen, ist nicht aufgegeben, sondern erhält in der momentanen Situation neuen Auftrieb. Viele Flüchtlinge oder Migranten brauchen einen ähnlich geschützten und unterstützen Rahmen für die Verarbeitung ihrer Erlebnisse und Hilfe bei der Orientierung in die Gesellschaft, wie die Menschen mit Behinderungen.
„ Ich könnte mir in der momentanen Situation auch eine gemischte Nutzung des neuen Wohnheimes vorstellen. Eine pragmatische und gelebte Inklusion.“
Weitere Informationen und Diskussionen hierzu finden Interessierte auch auf der Webseite der Stiftung Lindenhof unter www.stiftung-lindenhof.de.