Ein herzliches Willkommen

Nicht nur im Sportverein, sondern auch am Krökel-Tisch richtig gut: Rabea Lachkham mit Assam (links) und Jaber. (Foto: L. Schweckendiek)

Kaltenweide begrüßt die neuen Nachbarn im Ort

Kaltenweide. Mit einem offenherzigen Willkommen begrüßte der Arbeitskreis Flucht des Vereins Bürger für Kaltenweide die 27 neuen Nachbarn im Ort. Ganz Kaltenweide war dabei zusammengekommen, um die jungen Sudanesen kennen zu lernen und ihnen Unterstützung zuzusagen.
Rabea Lachkham, eine der insgesamt fünf OrganisatorInnen dieses Treffens um Julia Schöll, berichtet: „Die Geflohenen leben seit etwa Mitte Januar in Kaltenweide. Im letzten Monat wurde hier im Ort wahnsinnig viel bewegt, was uns sehr stolz macht. Mit aufklärenden und helfenden Gesprächen, vielen sozialen Kontakten und einem großen interaktiven Austausch haben wir die jungen Männer schon jetzt sehr gut in der Gemeinde aufgenommen. Dazu kommt regelmäßiger Deutschunterricht, die Teilnahme an Sportvereins-Aktivitäten und der Besuch verschiedener Kleiderkammern zur Einkleidung. Auch zur ihrer Mobilität haben wir schon einen Teil beigetragen. So hat der Repair-Treff den jungen Menschen Fahrräder zur Verfügung gestellt, mit denen sie verkehrssicher und unproblematisch von A nach B kommen können.“ Nicht nur Kaltenweide sorgt für solche Zusammenkünfte von Menschen verschiedenster Kulturen. Uwe Guelke, Vorsitzender des Repair-Treffs, erzählt: „Viele Kirchen und Organisationen in und um Langenhagen organisieren inzwischen den Dialog von Geflohenen mit Bürgern der betreffenden Orte. Die Unterstützung in diese Richtung wächst deutlich.“ Zu dem Kennenlern-Treffen trugen nicht nur die Kirche, das DRK, der Ortsrat und der TSV sowie der Langenhagener Integrationsbeirat bei, auch die Sudanesen selbst taten ihren Teil, um den Nachmittag gelingen zu lassen. „Unser Buffet ist gespickt von sudanesischen Spezialitäten, die unsere Gäste selbst mitgebracht haben. Diese Dankbarkeit macht unsere Zusammenarbeit sehr angenehm. Nicht nur, dass wir selbst schon einige Male zu einem gemeinsamen Essen in die Unterkunft eingeladen wurden, unsere jungen Nachbarn versuchen auch, einen Teil des Engagements zurück zu geben. So durften ihnen dabei helfen, einen arabischen Vorleser für ein Kind im Kinderhospiz zu organisieren. Dort auszuhelfen war den Jungen sehr wichtig.“ erzählt Lachkham.