„Ein junges, dynamisches Gebiet“

Es geht los: Kinder und Verantwortliche freuen sich gemeinsam auf den Erlebnispark im Weiherfeld. Foto: G. Gosewisch

Baubeginn für den Interkulturellen Erlebnispark

Kaltenweide (gg). Der symbolische erste Spatenstich, der üblicherweise bei einem Baubeginn gefeiert wird, fiel beim Interkulturellen Erlebnispark in Kaltenweide etwas größer aus. Bürgermeister Friedhelm Fischer setzte sich einfach auf den Radlader, um die erste Spur in den Boden zu ziehen und damit die Bauarbeiten an der Pfeifengrasstraße im Weiherfeld einzuläuten. „Dies ist euer Gelände“, hatte er in seiner Ansprache gesagt und damit das Wort direkt an die Kinder und Jugendlichen gerichtet, die vor Ort waren und sich seit Jahren für die Realisierung des Projekts engagiert hatten. Ferienpassaktionen, Spenden und Fördergelder sammeln, Modelle basteln und in den politischen und Verwaltungsgremien einbringen gehörten dazu und wurden über den Fachbereich Kinder und Jugend mit Lothar Pätz, Ulrike Hackerott und Felicitas Olnhoff gebündelt.
Vor vier Jahren fiel im Rat die grundsätzliche Entscheidung für den Erlebnispark, der Jugendlichen ein Freizeitangebot bieten soll. Vor zwei Jahren startete die Planung für die Gestaltung des Gebietes mit einem Beteiligungsverfahren und unter Begleitung des Planungsbüros Hölzer. Die Plätze für Street-Soccer, Basketball, Beach-Volleyball und Skater sollen im nächsten Sommer, eingebunden in das übrige Areal, fertig sein. Grillplatz und Schutzhütte bieten dann Raum für Jugendtreffen. Mit rund 430.000 Euro sind die Kosten für die Bauausführung veranschlagt.
„Wir wünschen uns, dass hier ein junges, dynamisches Gebiet entsteht und setzen darauf, dass es eine große Akzeptanz unter den Jugendlichen gibt“, so der Bürgermeister, der auch seine Hoffnung aussprach, dass durch die Beteiligung der Nutzer dem Vandalismus der Boden entzogen sei. Wolfgang Langrehr betonte als Ortsbürgermeister, dass der neue Erlebnispark nicht nur für die Jugend im Weiherfeld entstehe, sondern offen für alle Langenhagener sei. Wichtig sei, dass es nun endlich mit dem Bau los gehe, schließlich fehle ein solches Angebot bisher: „Früher haben wir auf der Straße Fußball gespielt. Auf dieser Wiese stand in den 60er Jahren im Winter oft Stauwasser, das dann zu Eis wurde. Man konnte hier herrlich Schlittschuh laufen. So etwas ist heute nicht mehr möglich, und es muss daher Alternativen für die Jugendlichen geben.“ Mit einem selbstgebauten Zelt hat der Jugendtreff Kaltenweide übrigens längst ein Zeichen auf dem Gelände gesetzt.
Mit Suppe im „Campingstil“ wurde der Baubeginn gefeiert. Mit dabei waren auch die Mitarbeiter des Projektes MAJA, ebenso wie Jens Monsen, Chef der Entwicklungsgesellschaft Weiherfeld und Stadtbaurat Carsten Hettwer.