"Ein Kiwi" in Deutschland

Neuseeländer an der IGS Langenhagen zu Gast

Langenhagen. "I am a kiwi and I speak english, a lot of english" - "ich bin ein Kiwi und ich spreche englisch, viel englisch" - der neuseeländische Entertainer John Hudson hatte die Schülerinnen und Schüler der IGS Langenhagen sofort im Bann. Warum er Neuseeland verlassen habe? John Hudson zeigte ihnen Schafe verschiedener Größe, Farbe und Form und vor allem 40 Millionen Schafe - da käme es immer wieder zu Schafstau - am Wochenende würden die Neuseeländer ihre Schafe als Attraktion durch die Straßen der Städte rennen lassen – ein Grund für ihn, vor Jahren nach Köln umzuziehen.
"Wir sind geehrt, Sie heute hier willkommen heißen zu können", begrüßte Isabel Wagemann-Steidel, die Fachbereichsleiterin für Fremdsprachen, John Hudson am Freitag vor Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge zehn und elf. "Die Fachkonferenz Englisch der IGS hatte John Hudson vor einigen Monaten kennengelernt, mit ihm gearbeitet und sei begeistert gewesen," sagt sie.
John Hudson bietet Mitmach- und Improvisationstheater an - der Neuseeländer verfolgt dabei eine positive Einstellung zum Leben und zum
Englischsprechen: "Say yes - sag ja!" Mit seiner Multimediashow und seinem Talent, Leute zum Mitmachen auf die Bühne zu holen, zog er sein junges Publikum sofort in den Bann. Sein Konzept: Englisch sprechen, dabei Spaß haben und etwas spontan zur Sprache darstellen.
Bei der "One-word-at-a-time story" muss jeder der vier Sprecher auf der Bühne je ein einzelnes Wort sagen und daraus entsteht eine Geschichte, deren Drehungen und Ausgang nicht festgelegt sind. Zahlreiche Schüler aus dem Publikum fieberten mit den Schülern auf der Bühne mit.
Hudsons "Kochshow" mit vier Personen wurde zum Renner: Zusammen bilden je zwei Menschen eine handelnde Einheit. Das heißt, zwei Akteure hinten leihen ihre Arme zwei Akteuren vorne. Es dauerte ein klein wenig, bis die "Nudeln mit spezieller Sauce" schauspielerisch fertiggestellt waren - die ungelenken Bewegungen haben dem Publikum manchen Lacher entlockt.
Abschließender Höhepunkt war die "Möbelshow": alle Gegenstände, ob Tür, ob Sonne , ob Pferd werden von einer Person auf Zuruf dargestellt, daneben gibt es richtige Rollen. Die improvisierte Geschichte: nachdem sie von einem freundlichen Monster und einem Hasen angegriffen worden war, gelang es der Prinzessin zusammen mit dem Prinzen auf zwei rassisgen Pferden (kräftigen Herren) ins Abendrot zu reiten - die Treppe herunterzugaloppieren.
Auch John Hudson hat immer wieder Spaß daran, Jugendliche zu motivieren mitzumachen und ihnen zu vermitteln, dass Englischsprechen Spaß macht.
Ein großer Applaus war ihm am Ende sicher.
Und da kann man doch verstehen, warum John Hudson nicht mehr in den Schaf-"Traffic-Jams" (Stau) stecken möchte.