Ein „Kristallisationspunkt der musikalischen Szene“

Ein erfolgreiches Ensemble: Der Akkordeon-Klub 74 Langenhagen.Foto: O. Krebs

Akkordeon-Club Langenhagen feiert in diesem Jahr 40. Geburtstag

Langenhagen (ok). Etwas despektierlich wird das Akkordeon auch als Schifferklavier oder Quetschkommode bezeichnet. Absolut zu Unrecht, denn es ist ein vollwertiges Konzertinstrument mit einem enormen Tonumfang, wie die Gäste beim Neujahrsempfang des Akkordeon-Clubs Langenhagen im Clubheim des Akkordeon-Clubs Langenhagen 74 beeindruckt feststellten. Darunter unter anderem auch Bürgermeister Friedhelm Fischer und der CDU-Bürgermeisterkandidat Mirko Heuer, der früher selbst Mitglied im ACL war, und sich zusammen mit dem Vereinsvorsitzenden Jan Hülsmann gern an gemeinsame Ausflüge im Mädchentrakt auf Orchesterfreizeiten erinnert hat. Fischer machte in seiner Rede deutlich, dass der Akkordeon-Club, der in diesem Jahr 40 Jahre alt wird, die Stadt Langenhagen bei seinen Auslandsreisen bekannt gemacht habe und ein „Kristallisationspunkt der musikalischen Szene“ in der Kommune sei. Ein Kristallisationspunkt mit einer hervorragenden Jugendarbeit, der seit 2010 sogar ein eigenes Vereinsheim hat. Die Orchester des Clubs mit ihren 40 Jugendlichen und 30 Erwachsenen spielen sich direkt in die Herzen der Zuschauer und treffen immer den richtigen Ton. Und ist zudem erfolgreich, denn gleich auf der ersten Auslandsreise hat das Ensemble einen zweiten Platz beim Akkordeonfestival in Wien belegt. Die Partnerstädte waren auch schon eine Reise wert, im Mai geht’s wieder für eine Woche nach Southwark – 300 Jahre Personalunion mit dem britischen Königshaus werden musikalisch begleitet. Der Akkordeon-Club agiert auf hohem Niveau; ein Erfolg, der auch dem Leiter, Diplom-Musiklehrer Dietmar Steinhaus, zu verdanken ist. Der Walsroder ist schon seit zehn Jahren für die Akkordeonspieler verantwortlich. Und er ist froh über den Standard, der erreicht worden ist, mit den fantastischen Übungsräumen bewege sich der Akkordeon-Club nahezu auf Musikschulniveau; Schlagzeuger und Sängerin rundeten den musikalischen Gesamtauftritt noch ab. Der Vorsitzende Jan Hülsmann lobte seine Stellvertreterin Ina Voigt, die übrigens von Anfang an dem Verein angehört, für ihren unermüdlichen Einsatz. Aber dann war der, der sonst immer für die anderen spricht, selbst an der Reihe. Seine Schwester Antje Wöhler bat Jan Hülsmann nach vorn und machte allen klar, dass der ACL heute nicht da stünde, wo er steht. Mit seinen tollen Ideen, seinen guten Kontakten, seiner Offenheit und fröhlichen Ausstrahlung sei Hülsmann, der dem ACL schon seit 15 Jahren vorsteht, unersetzlich. Überall werde er mit Fragen bombardiert, müsse zig Telefonate führen, sei der Erste beim Auf- und der Letzte beim Abbau. Kurz gesagt: „Du bist einfach unersetzlich“, sagte Antje Wöhler zu ihrem Bruder.
Gefeiert wird der runde Geburtstag übrigens am 4. Oktober ab 15 Uhr mit einem großen Konzert im Theatersaal. Mehr Infos zum ACL gibt’s unter www.akkordeon-club-langenhagen.de.