Ein Kunstrasenplatz muss endlich her

Die Mädchen der D-Juniorinnen mit ihrem Trainer. (Foto: D. Lange)
 
Die Aufsteiger der ersten Herren des TSV Godshorn. (Foto: D. Lange)

Zwei Ehrungen für 70-jährige Vereinszugehörigkeit beim TSV Godshorn

Godshorn (dl). Sportliches Highlight des vergangenen Jahres war und ist für Godshorn und seinen TSV ganz ohne Zweifel der Aufstieg der Ersten-Herren-Fußballmannschaft in die Landesliga. Hatten sie die Bezirksliga noch relativ souverän beherrscht, so kommt der Wind in der Landesliga Hannover nun direkt von vorn, so dass es für die Mannschaft, die momentan auf Platz 15 der Tabelle steht, in erster Linie darum geht, Erfahrungen zu sammeln und den Klassenerhalt zu schaffen. Nichtsdestotrotz aber sei der Aufstieg in die sechste Spielklassenebene für Clubchef Ulf Theusner der größte Erfolg der Fußballer in der Vereinsgeschichte. Eine Einschätzung, der sich auch der Bürgermeister nicht verschließen mochte. Ebenfalls Grund zum Feiern hatten die Mädchen der D-Juniorinnen und ihr Trainer Björn Wiekenberg mit dem Gewinn des Brigla-Supercups 2018. Die Bezirksauswahl vermochte sich in einem spannenden Wettbewerb gegen starke Gegner durchzusetzen und sicherte sich damit den begehrten Pokal. Zwei andere Themen aber sind es, die dem Verein zunehmend Sorgen bereiten. Da ist zum einen die nachlassende Bereitschaft zum Ehrenamt innerhalb des Vereins und zum anderen gefährden infrastrukturelle Probleme in Bezug auf die Rasenplätze die weitere sportliche Entwicklung. „Um auch künftig konkurrenzfähig zu sein, werden wir ohne einen Kunstrasenplatz die derzeitigen Ansprüche nicht bewältigen können“, so der Spartenleiter Fußball, Wolfgang Krause. Dies sei insbesondere vor dem Hintergrund eines steigenden Pflegebedarfs für die Plätze zu sehen, gibt TSV-Schatzmeister Ulrich Weyel zu bedenken. Der Bedarf sei nicht nur abhängig von der Größe der Plätze, sondern auch vom Wetter und der Intensität ihrer Nutzung, so Weyel. Das nasse Jahr 2017 habe auf den Plätzen deutliche Spuren hinterlassen. Das führe deshalb dazu, dass die Zuschüsse der Stadt bei weitem nicht mehr ausreichen. Beide, sowohl Weyel als auch Krause, appellierten daher an die Politik, indem sie für mehr Unterstützung warben für die Umsetzung des Projektes Kunstrasenplatz. Auch wenn die anstehenden Aufgaben immer noch auf zu wenigen Schultern lasten, so kann sich der Verein dennoch über eine ganze Reihe treuer und aktiver Mitglieder freuen. Viele von ihnen sind zu einer Zeit zum Verein gekommen, in denen der FC Bayern gefühlt nicht jedes Jahr Deutscher Meister wurde, sondern auch Vereine wie Werder Bremen, der 1.FC Köln, Hamburg, Nürnberg oder Braunschweig ihre Chancen nutzen konnten. Oder wie in der Vor-Bundesligazeit Hannover 96, woran sich beispielsweise Klaus Krysta und Klaus Theusner sicher noch erinnern werden und die beide seit 70 Jahren dem Verein treu geblieben sind. Sie seien an dieser Stelle stellvertretend für alle langjährigen Mitglieder genannt. Auch ein besonderes ehrenamtliches Engagement ist dem Verein aller Ehren wert. Ausgezeichnet wurden Friedrich Münkel und Joachim Schmidtke sowie Marlene Weyel, seit 15 Jahren Judo-Spartenleiterin, Raimond Radke, 15 Jahre Ehrenrat, Gerald Bruns, 15 Jahre Hauptsportwart, Ulrich Weyel und Ulf Theusner, 15 Jahre Vorstandsarbeit.