Ein Leben im Zeichen des sozialen Engagements

Sicherlich einer der schönsten Momente im Leben Lothar Schuldts (links): Er bekommt vom damaligen Ratsvorsitzenden Wolfgang Kuschel die Ehrenbürgerwürde verliehen.Archivfoto: D. Lange

Ehrenbürger Lothar Schuldt ist am Sonntag gestorben

Langenhagen (ok). Ehrenbürger Lothar Schuldt hat am Sonntag im Alter von 88 Jahren für immer die Augen geschlossen. Bekannt war er vor allen Dingen durch sein soziales Engagement auf vielen Ebenen. Triebfeder seines Handelns waren sicherlich auch seine traumatischen Kriegserlebnisse und die schwere Verwundung noch dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Sowohl hauptberuflich als auch im Ehrenamt war Schuldt im Reichsbund, dem heutigen Sozialverband, engagiert. Aber auch politisch hat sich Lothar Schuldt einen Namen in der Flughafenstadt gemacht, war 23 Jahre lang Mitglied im Rat der Stadt Langenhagen. In dem Gremium hat sich Schuldt vor allen Dingen für Kindergärten, Spielplätze und den sozialen Wohnungsbau stark gemacht.Die Ehrenbürgerin und langjährige Bürgermeisterin Waltraud Krückeberg erinnert sich: "Mit seiner kräftigen Stimme brauchte er kein Mikrofon, um sich durchzusetzen und Zwischenrufer hatten keine Chance, ihn zu unterbrechen." Als wenn das noch nicht genug an nebenberuflichem Einsatz gewesen sei, war Lothar Schuldt unter anderem noch 2. Vorsitzender der Behindertensportgemeinschaft, im Gemeindebeirat der Emmauskirche sowie im Elternrat der Friedrich-Ebert-Schule. Ehrenämter, die nur mit dem Verständnis seiner Ehefrau Johanna und seiner drei Kinder möglich waren.
So lang wie die Liste seiner vielen Verpflichtungen, die Lothar Schuldt eingegangen ist, ist auch die Zahl der Auszeichnungen eben für diesen nebenberuflichen Einsatz und eine beeindruckende Vita: Bundesverdienstkreuz am Bande und Erster Klasse, silberne und goldene Ehrennadel der Stadt Langenhagen, der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt. Und als Krönung sicherlich die Verleihung der Ehrenbürgerwürde; Schuldt war der 14., dem diese seltene Auszeichnung zuteil geworden ist. Er wird im engsten Familien- und Freundeskreis beigesetzt.