Ein Lebensabschnitt geht zu Ende

Viele Geistliche aus Langenhagen und dem Kirchenkreis Langenhagen-Burgwedel kamen zum Abschied von Pastor Lothar Podszus (Mitte) nach Engelbostel. Foto: E. A. Nebig

Pastor Lothar Podszus nimmt Abschied in Engelbostel

Engelbostel (ne). Am 22. Juni 1995 berichtete das ECHO über die feierliche Einführung von Pastor Lothar Podszus als neuer Pfarrer der Evangelisch-lutherischen Martinsgemeinde in Engelbostel. Die damalige Einsegnung in der ältesten Kirchengemeinde der Stadt Langenhagen erfolgte durch Superintendent Gottfried Kawalla. Mehr als 15 Jahre sind seitdem ins Land gegangen, und bekanntlich hat alles seine Zeit. Als der beliebte Seelsorger kam, trug er – daran erinnert sich noch kaum jemand – auf dem Vorstellungsfoto im ECHO einen Bart. Als er jetzt im Rahmen eines Abschiedsgottesdienstes im ausgebuchten Engelbosteler Gotteshaus von Superintendent Martin Bergau von seinem Amt als Gemeindepfarrer entbunden wurde, trug er zwar keinen Bart mehr, dafür aber seine geliebte Gitarre. Mit dieser hat er in der Vergangenheit so manchen Gottesdienst und auch gesellige Gemeindeveranstaltungen in den vergangenen Jahren begleitet. Und so wolle er sich auch verabschieden, nämlich mit fröhlicher Kirchenmusik, sagte der Pastor in seinem letzten Gottesdienst in Engelbostel, dessen Liturgie Vikar Richard Gnügge zum Abschied übernommen hatte. Als der Pastor kam, waren vier seiner fünf Kinder noch schulpflichtig und eines davon ein Kleinkind. Mittlerweile sind sie erwachsen geworden, und die Jüngste lässt die Schule in Kürze hinter sich. Ein Lebensabschnitt ist für den Pastor und seine Frau Ulrike zu Ende gegangen, die gerne in Engelbostel gelebt haben. Überlegungen für die Zukunft führten aber dazu, dass der in Sarstedt geborene Geistliche sich entschloss, noch einmal etwas Neues zu wagen. Am 1. Februar übernimmt er eine Pfarrstelle an der St. Paulus-Gemeinde in Osnabrück, die dritte in seiner Laufbahn als Gemeindepastor. Am vergangenen Sonnabendabend gab es zum Abschied ein Überraschungskonzert in der St. Martin-Kirche, dem am Sonntagnachmittag ein Gottesdienst und diesem ein Empfang folgte. Musikalisch wurde der Abschiedsgottesdienst vom Kirchenchor „Back to Church“ unter der Leitung von Diakon Holger Kiesé gestaltet. An der „Compenius-Orgel“ wirkte Andreas Bock mit. Abschiedsreden hielten der stellvertretende Bürgermeister Willi Minne, Schulenburgs Ortsbürgermeister Dietmar Grundey – Engelbostels Ortsbürgermeisterin Gudrun Mennecke war im Urlaub – und Superintendent Martin Bergau. Alle drei lobten das kirchliche, aber auch da gesellschaftliche Engagement des scheidenden Pfarrers in Engelbostel, Schulenburg und im Kirchenkreis. Dabei wurde die Kinderarbeit des Pastors, der moderne Wege beschritt und Akzente setzte, herausgestellt. Vorerst bleibt die Pfarrstelle Engelbostel vakant. Die Vertretung übernimmt Pastor Paul Martin Gundert.