Ein "Leuchtturm für Integration"

Die Verkehrshelfer erledigen ihren Job an der Hermann-Löns-Schule bei Wind und Wetter. (Foto: O. Krebs)

Verkehrshelfer an der Hermann-Löns-Schule für gewissenhafte Arbeit ausgezeichnet

Langenhagen (ok). Sie lassen sich leicht ablenken, können sich oft noch nicht in andere hineinversetzen und können auch nicht mehrere Dinge gleichzeitig erledigen, sind dann unaufmerksam und haben auch die Reaktionszeit eines Erwachsenen. Kommissariatsleiter Andreas Alder machte es deutlich: Kinder und auch Jugendliche sind eine Risikogruppe im Straßenverkehr. Ein neuralgischer Punkt ist die Niedersachsenstraße, an der die Hermann-Löns-Schule liegt. Glücklicherweise ist bisher noch kein schwerer Unfall passiert, aber soweit soll es erst gar nicht kommen. Deshalb hat die Polizei in Langenhagen auf Vorschlag ihres Kontaktbeamten Dirk Schell die so geannten Verkehrshelfer an der Schule installiert. Ein Projekt, von dem Schulleiterin Petra Adolph schwer begeistert ist, werden die Gefahren vor dem Schulbeginn ab 7.30 Uhr doch so minimiert. Allerdings: Freiwillige für dieses Projekt zu finden, die sich morgens um diese Uhrzeit an den Zebrastreifen stellen, war nicht ganz so einfach. Da kam Dirk Schell auf die Idee über die städtischen Sozialarbeiter an die Flüchtlingsheime zu gehen, und hier war dann Bereitschaft vorhanden. Neun Freiwilliige meldeten sich ließen an zwei Tagen in Theorie und Pracis in Sachen Rechte und Pflichten und dem richitgen Verhalten schulen. Und sie zeigte sich bislang an den mehr als 100 Tagen, als sie eingesetzt waren, zuverlässig, pünktlich und begeistert, waren bei Wind und Wetter im Einsatz. Eine kleine Abordnung der Kinder dankte den Helfern in einer kleinen Feierstunde im Kommissariat, und für Schulleiterin Petra Adolph ist das ganze Projjekt ein "Leuchtturmn für Integration". Und Teamleiterin Doris Lange von der Stadt Langenhagen sagte voller Anerkennung: "Vielen Dank, Jungs, für die tolle Arbeit!" Die Verkehrshelfer – zum Teil selbst Familienväter – sind jedenfalls sehr stolz auf ihren Job und wollen so auch etwas von der Gastfreundschaft zurückgeben, die sie hier selbst genießen. Wenn es nach Kommissariatsleiter Andreas Alder geht, soll das Projekt auf jeden Fall fortgesetzt werden. Voraussetzung sind natürlich genügend Freiwillige. Und auch Uwe Gülke, Stadtelternratsvorsitzender und Vorsitzender im Schulelternrat ist begeistert von den Verkehrshelfern: "So können die Kinder sicher über die Straße gehen und die Autos nicht mehr so rasen."