Ein Muss sind die Weihnachtsmärkte

Dieses Mal legten Stéphanie André-Debon (links) und Martina Hartmann-Ohse viel Wert auf Kommunikation unter den Schülerinnen und Schülern.Foto: O. Krebs

Franzosen aus der Normandie besuchten Langenhagener Gymnasiasten

Langenhagen (ok). Shoppen – ein Begriff, der international ist, in Frankreich und Deutschland gleichermaßen gut verstanden wird. Es waren vor allen Dingen die Austauschschülerinnen aus Saint-Saens in der Normandie, die die Langenhagener Läden unsicher machten. Und dabei eine interessante Feststellung gemacht haben: "Nagellack ist hier billiger als zu Hause."
40 Mädchen und Jungen aus der Partnerschule des Gymnasiums waren jetzt eine Woche lang in Gastfamilien untergebracht; eine Freundschaft mit dem Collége Guillaume Le Conquérant, die schon seit acht Jahren besteht. Für Mai kommenden Jahres ist dann der Gegenbesuch der deutschen Schülerinnen und Schüler in dem Ort in der Haute-Normandie nahe Rouen geplant. "Wir haben in diesem Jahr den Schwerpunkt auf Kommunikation und Teamwork, nicht so sehr auf Sightseeing gesetzt", erläutert Martina Hartmann-Ohse, verantwortliche Fachlehrerin am Gymnasium. Jedes Austauschpärchen gestaltet ein Plakat zusammen. Ein Muss sind für die Gäste aus dem Westen übrigens die Weihnachtsmärkte: So etwas gibt es höchstens an der Grenze im Elsass, nicht aber im übrigen Frankreich. Was den Jugendlichen aus dem Nachbarland sonst noch so aufgefallen ist: Hier wird früher zu Abend gegessen, und die Schule läuft länger. Jeden Tag bis auf Mittwoch von 8 bis 17 Uhr. Und danach stehen noch Hausaufgaben auf dem Programm. So bleibt für Hobbys nur wenig Zeit, fast alles spielt sich am freien Mittwochnachmittag ab. Marlon spielt beispielsweise Fußball, Camille tanzt – außer mittwochs aber noch an zwei weiteren Abenden nach den Hausaufgaben.
Am Dienstag ging es dann auf eine zwölfstündige Bustour nach Hause mit vielen Erfahrungen im Gepäck. Besuche im Ice Center und Winterzoo standen auf dem Programm; Gelegenheiten, bei denen an der deutschen Sprache gefeilt wurde.
In einem halben Jahr begrüßen Lehrerin Stéphanie André-Debon und ihre Schützlinge dann die deutsche Delegation – bei hoffentlich warmem Wetter stehen dann Ausflüge nach Rouen und ans Meer auf dem Programm.