Ein Nachmittag auf der Naturinsel

Viele fleißige Hände machten die Naturinsel fit für den Winter. (Foto: K. Woidtke)

NAJU-Mitlgieder erledigen Arbeit vor dem Winter

Langenhagen. Etwas versteckt hinter Büschen und Sträuchern liegt am Ufer der Wietze die NABU-Naturinsel, die auf 2.500 Quadratmetern Platz für viele verschiedene Tiere und Pflanzen bietet. Die Fläche, die dem NABU-Ortsverein von der Region zur Verfügung gestellt wurde, wird regelmäßig von der Rudi-Rotbein-Gruppe und der Naturschutzjugend genutzt. Hier können die Kinder und Jugendlichen Tiere beobachten und Pflanzen bestimmen, denn in den verschiedenen Lebensräumen wie Trockenmauer, Teich, Insektenhotel oder Wildblumenwiese ist immer etwas los.
Um die Naturinsel fit für den Winter zu machen, traf sich NAJU-Mitglieder auf dem Gelände zu einem Pflegeeinsatz. Horst Wiechers und Ulrich Scholz hatten bereits vorab die Wiesenflächen gemäht, so dass die Jugendlichen das Gras nun harken und zum Kompost bringen konnten. Selbstständig und hoch motiviert legten die Mädchen und Jungen los und ließen den Komposthaufen schnell anwachsen. Felix und Jan Niklas verlegten vor der Trockenmauer Steinplatten, auf die anschließend Sand geschüttet wurde, um im nächsten Jahr Insekten wie Sandlaufkäfern Lebensraum zu bieten. Arne entfernte mit Betreuerin Silke Brodersen Algen aus dem Teich. Der war zum Teil trocken gefallen und wurde nun von Arne wieder aufgefüllt. Gras war zu dicht an den Teichrand gewachsen und hatte so eine Menge Wasser aus dem Teich gezogen. Daher bauten Anja, Insa und Katja am kleinen Teich eine Kapillarsperre und legten dafür unter großer Kraftanstrengung die Teichfolie frei. Bei so viel Frauenpower war die Arbeit schnell erledigt und die Mädels konnten stolz auf das Ergebnis sein. Arne entfernte den Schlamm aus dem Eimer an der Wasserpumpe und wurde prompt erfinderisch, als er dafür eine längere Schaufel benötigte: Aus Klebeband, einer kleinen Schaufel und einem Stiel wurde das passende Werkzeug für die Aktion gebastelt.
Die Naturinsel bietet auch Lebensraum für verschiedene Vogelarten. In den Schlehen- und Benjeshecken finden beispielsweise Amsel, Singdrossel und Nachtigall ein sicheres Versteck. Da durch den jungen Baumbestand allerdings nur wenige natürliche Nisthöhlen für Arten wie Kohl-, Blaumeise und Sperling vorhanden sind, hatte der NABU im Lauf der Jahre Nistkästen aufgehängt. Diese sind im letzten Jahr wieder gut angenommen worden, und gleich in mehreren Etagen wurden hier Nester gebaut. Damit auch im nächsten Jahr wieder gebrütet werden kann, wurden die Nistkästen nun von Felix und Betreuerin Christine Pracht gereinigt. Wer so fleißig anpackte, hatte sich natürlich auch eine Pause verdient. NAJU-Mitglied Annika hatte wieder die Verpflegung mit übernommen und brachte mit Edeltraud und Hagen Richter Kürbissuppe und Apfelkuchen zur Naturinsel. Mit leckerem Streuselkuchen verwöhnte Christine Pracht die Jugendlichen, die während der Pause bereits Pläne für das nächste Jahr schmiedeten. Dann möchten sie das Kräuter- und Heilpflanzenbeet als Hochbeet gestalten. Ricky Stankewitz, Vorsitzender des NABU-Ortsvereins, besuchte zum Abschluss des Pflegeeinsatzes die NAJU und war begeistert vom Einsatz der Jugendlichen: "Wow, ihr seid ja fleißig gewesen", lobte er und freut sich bereits auf die weiteren Termine.