Ein Posaunenchor ist wie eine lebendige Orgel

Die Gründer des Posaunenchors in der Matthias-Claudius-Gemeinde (von links). Hildegard Weis, ehemalige Kantorin, Ernst Weis, Gerhard Brase und der frühere Pastor Heinz-Gerhard Weis. (Foto: D. Lange)

25 Jahre Posaunenchor der Matthias-Claudius-Gemeinde

Krähenwinkel (dl). Es heißt, Posaunenchöre gehören zu den stabilsten und langlebigsten Gruppen in ihren Kirchengemeinden. Da ist sicher was dran, auch angesichts des 25-jährigen Jubiläums der Krähenwinkeler Bläsergruppe. Man muss dabei nicht gleich in die Anfänge der hannoverschen Posaunenarbeit in der Hermannsburger Mission vor 150 Jahren zurückgehen, aber es war beispielsweise die ev. Stadtmission, die 1949 gemeinsam mit dem Posaunenchor Vahrenwald die Tradition der Heilig-Abend-Konzerte für die Kriegsheimkehrer im hannoverschen Hauptbahnhof begründete. Eine Tradition, die mit großem Erfolg bis heute erhalten blieb. Das Bläserwerk Fuhrberg wiederum ist ein Ableger jenes Posaunenchors in Vahrenwald und damit schließt sich gewissermaßen der Kreis zum Posaunenchor in Krähenwinkel. Nach einem Übungsabend des Kirchenchors vor 25 Jahren tauchte die Frage auf, ob man nicht vielleicht auch einen Posaunenchor gründen wolle. Gute Kontakte zum Bläserwerk Fuhrberg sorgten seinerzeit für eine rasche und konkrete Umsetzung der Idee. Als musikalischen Leiter hatten die damaligen Gründungsmitglieder Pastor Heinz-Gerhard Weis, Hildegard Weis, Helga Weis, Stefan Weis, Ernst Schmidt, Sebastian Schott und Uta Schott-Galas den Fuhrberger Musiklehrer Gerhard Brase gewinnen können. Brase war offenbar überzeugt vom Ehrgeiz und dem Engagement der Musiker in Krähenwinkel und fand: „Das lohnt sich, das mache ich“. Die Gründer des Chors fuhren zunächst eine Zeitlang regelmäßig nach Fuhrberg zum Lernen, bis sie musikalisch auf eigenen Beinen stehen konnten. Im Jahr 2007 wurde in der Matthias-Claudius-Gemeinde der Förderkreis Kirchenmusik gegründet, in erster Linie zur Finanzierung der Chorleiter. Und auch gute Instrumente sind nicht billig Die mussten die Musiker allerdings selbst bezahlen. Ernst Schmidt, einer der Gründerväter, der 1963 anfing, Musik zu machen, kaufte sich 1991 eine gebrauchte Tuba für die stolze Summe von 2000,- DM. im Laufe der Jahre wechselten gelegentlich natürlich auch die Chorleiter, aber jeder von ihnen habe den Chor immer ein Stück weitergebracht, ist Gerlinde Greeske überzeugt. Zusammen mit Uta Schott-Galas organisiert sie das große Jubiläumskonzert des Chors am 22. Mai in der Matthias-Claudius-Kirche. Der heutige Leiter des Posaunenchors, der Musikstudent Robert Klassen, bescheinigt dem Chor eine hohe Motivation und ständige Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen.