Ein Reihenhaus für 17 Flüchtlinge

Zweite Unterkunft an Gosewischs Garten geplant

Engelbostel (gg). In der sonst ländlichen und flächigen Struktur der Ortschaft fällt der Bereich zwischen Schul- und Kirchstraße optisch heraus, ist baulich stark verdichtet, hat Anschluss an die Schule, das MTV-Sportgelände, das Dorfgemeinschaftshaus und die Kirche – ideale Bedingungen für die Unterbringung von Flüchtlingen, die kurze Wege und eine Chance auf Integration haben sollen. Eine Unterkunft ist dort seit einigen Monaten belegt, nun soll eine Zweite folgen. Die Stadtverwaltung plant, nach dem Reihenhaus mit der Hausnummer 14 auch das mit der Hausnummer 24 zu kaufen. Es hat drei abgeschlossene Wohneinheiten, in dem bis zu 17 Personen untergebracht werden können. Die entsprechende Drucksache wird im Engelbosteler Ortsrat am Dienstag, 12. Januar, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus, Kreuzwippe 1, beraten und soll in der nächsten Ratssitzung am Montag, 25. Januar, beschlossen werden.
Der bauliche Zustand sei altersentsprechend gut, so eine kurzfristige Belegung möglich sei. „Im Wesentlichen sind zwei Gasthermen sowie einige Heizkörper zu ersetzen, außerdem ist der Einbau eines Fluchtfensters im Dachgeschoss erforderlich (Kosten rund 12.000 Euro), so der Wortlaut der Drucksache. Die Kosten für die Unterbringung werden kalkuliert und gemäß der Satzung über die Errichtung und Unterhaltung von Übergangsunterkünften gegenüber der Region Hannover geltend gemacht.
„Das Objekt wird zu einem günstigen Preis angeboten, da die Verkäuferin sich für soziale Zwecke engagieren will“, betont Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch im Gespräch mit dem ECHO. Zur Höhe des Kaufpreises gibt es keine Information. Monika Gotzes-Karrasch ergänzt: „Eigentlich ist das Mieten und nicht das Kaufen unsere Zielrichtung, aber da die Immobilie längerfristig genutzt oder bei zurückgehendem Bedarf wieder veräußert werden kann und das Grundstück mit gekauft wird, wird der Erwerb als wirtschaftlich angesehen.“
Bis Mitte Dezember 2015 wurden in Langenhagen 549 Flüchtlinge und Asylbewerber untergebracht, davon leben 93 bei ihren Familien und 456 in städtischen Unterkünften. Für 2016 wird mindestens mit einer Verdopplung der Zahlen gerechnet.