Ein sozialer Betrieb im CCL

Die fairkauf-Filiale im CCL gibt es seit 2014.

SPD-Politiker besuchen fairKauf in Langenhagen

Langenhagen. Auf ein Treffen im Kaufhaus haben sich Politiker der SPD und der Vorstand von fairKauf im Sommer verabredet. In der Möbelabteilung im Geschäft in Langenhagen tauschten sich die fairKauf-Vorstände Nicola Barke und Klaus Hibbe mit den Mitgliedern des Rates der Stadt Langenhagen Gudrun Mennecke, Willi Minne und Marco Brunotte aus. Der soziale Betrieb hat fünf Secondhand-Kaufhäuser in der Region Hannover und bietet berufliche Qualifizierung in den Bereichen Handel, Logistik und Verwaltung an.
Die Genossenschaft fairKauf wurde im Jahr 2008 unter anderem vom Diakonischen Werk Hannover, Caritasverband Hannover und Werkheim gegründet. Durch den Verkauf von gespendetem Hausrat, Möbeln und Kleidung kann das soziale Kaufhaus als Qualifizierungsbetrieb Menschen den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt und eine Qualifizierung für den Einzelhandel ermöglichen. Dabei sind fairKauf sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse und Tarifgehälter wichtig.
„Im Mai 2014 haben wir unsere Filiale in Langenhagen im City-Center eröffnet“, berichten die Vorstände Nicola Barke und Klaus Hibbe den Besuchern, „auf knapp 700 Quadratmetern verkaufen und qualifizieren wir.“ Die Resonanz sei anhaltend gut und die Filiale Langenhagen eine der am besten besuchten. Die gute Situation auf dem Arbeitsmarkt dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass es trotzdem Langzeitarbeitslosigkeit und prekäre Arbeit gebe.
Marco Brunotte lobte das Konzept von fairKauf, bei dem Langzeitarbeitslose und junge Menschen qualifiziert und unterstützt würden, Menschen mit geringem Einkommen notwendige Waren fänden und jene mit gutem Einkommen nach Schätzen stöberten. „Und nicht zuletzt werden gut erhaltene Waren nicht entsorgt, sondern erfüllen einen Nutzen“, sagte Marco Brunotte, Landtagsabgeordneter der SPD für Langenhagen.
fairKauf ist eine Genossenschaft. Jeder Interessierte kann sich mit einem oder mehreren Anteilen beteiligen. „Dabei geht es nicht um eine Dividende, sondern um die Unterstützung einer guten Sache“, betont Marco Brunotte, der sich selbst vor mehreren Jahren an der Genossenschaft beteiligt hat. Der Anteil ist für 50 Euro zu haben. Die Stadt Langenhagen hat sich bei Eröffnung der fairKauf-Filiale in Langenhagen als Willkommensgeschenk auf Initiative der SPD mit 100 Anteilen an der Genossenschaft beteiligt.