Ein Sportpark für Langenhagen?

Hoffen auf einen neuen Tennis-Boom (von links): Dieter Müller, Alfred Schock, Norbert Schöller und Klaus Dittmann.Foto: O. Krebs

TG Rot-Gelb denkt über Kooperationen nach

Langenhagen (ok). Sorgt die Eröffnung des Schwimmbades an der Theodor-Heuss-Straße für einen neuen Tennis-Boom in der Flughafenstadt? Diese These ist vielleicht etwas hochgegriffen; gleichwohl könnte der Bau des Bades den benachbarten Betrieb auf der Tennisanlage der TG Rot-Gelb Langenhagen befruchten; der Vorsitzende Norbert Schöller denkt auch über Kooperationen mit dem zukünftigen Betreiber nach. Der Wunsch des früheren Langenhagener Stadtdirektors Karl-Heinz „Carlo“ Brand nach einem Sportpark wäre dann in Erfüllung gegangen: Rennbahn, Golf, Schwimmbad, Tennisanlage und Walter-Bettges-Stadion nebeneinander in einer Linie. Norbert Schöller: „Zwischen Bad und unserer Anlage soll ein 30 bis 40 Meter breiter Streifen frei gelassen werden. Er soll bepflanzt werden und als Puffer gegen Emissionen dienen.“ Sein Verein hält die Mitgliederzahl mit um die 300 in den vergangenen Jahren nahezu konstant, zeigt sich flexibel, was den Einstieg angeht: Gast- oder Greencard, Kennenlernrunde oder auch Tennistraining für Jugendliche und Erwachsene – vieles ist möglich. Darüber hinaus wird mit den Schulen kooperiert. Die gesellige Komponente spielt natürlich auch eine große Rolle; Aushängeschild ist die schöne und gepflegte Clubanlage, die nicht zuletzt dem ehrenamtlichen Engagement vieler Vereinsmitglieder zu verdanken ist. Die TG, einer von zwei Tennisvereinen in der Kernstadt, ist auch als umweltfreundlicher Verein ausgezeichnet worden: Mülltrennung und Sparlampen sind selbstverständlich, Bewegungsmelder sollen noch folgen, im Keller bereitet eine Solaranlage das warme Wasser auf. Und wo das Stichwort Boom schon gefallen ist: Der Hype wie in den 80er-Jahren bei Boris Becker und Steffi Graf bleibt zwar noch aus, aber die Erfolge von Sabine Liesicki in Wimbledon machen sich nach Auskunft von Sportwart Dieter Müller schon bemerkbar. „Wir wünschen uns solche Vorbilder“, sagt Müller, der in seinen Mannschaften mit einer überalterten Struktur im Leistungssport klarkommen muss. Zwar gebe es noch neun Jugendmannschaften, die erfolgreichste sei allerdings mit Abstand die Ü 65 in der Verbandsliga. Mehr Infos unter www.tg-rot-gelb-langenhagen.de