Ein überzeugendes Jubiläumskonzert

Das hat auch für Horst Fabig Tradition: Beim Radetzky-Marsch dreht sich der Dirigent zwischendurch dem Publikum zu, um die richtigen Stellen zum Mitklatschen vorzugeben. Foto: K. Raap

Musik- und Spielmannskorps Kaltenweide feierte 60-jähriges Bestehen

Kaltenweide (kr). Das war ein rundum gelungenes Jubiläumskonzert des Musik- und Spielmannskorps Kaltenweide, das damit eindrucksvoll sein 60-jähriges Bestehen feierte. Vom musikalischen Leiter Horst Fabig bestens vorbereitet, boten die 26 Musiker in allen Instrumentengruppen sehr ansprechende Leistungen. Im vollbesetzten Zelleriehaus gab es immer wieder Riesenbeifall für ein Programm, an dem auch Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr seine helle Freude hatte. Mit der geschickten Auswahl der 18 Musikstücke demonstrierte Horst Fabig die Vielseitigkeit der Orchesterarbeit. Das breit gefächerte Repertoire umfasste volkstümliche Blasmusik ebenso wie Operetten- und Opernmelodien sowie Songs aus dem Schlagerbereich. Zu hören unter anderem der Fliegermarsch, der Radetzky-Marsch, die Evergeens My Way und One Moment in Time, Verdis Freiheitschor aus der Oper Nabucco, die Polka Böhmischer Diamant, die Monty-Sunshine-Nummer Wild Cat Blues, Potpourris mit Melodien der Oberkrainer und ein Operetten-Medley. Nicht fehlen durften die schönsten Lieder von Andrea Berg. Und Horst Fabig erwies sich mit seinen informativen und launigen Beiträgen zwischen den Stücken einmal mehr als einfallsreicher Moderator. Für das Musikkorps war es ein Glücksfall gewesen, im Jahr 1981 Horst Fabig als neuen musikalischen Leiter gewinnen zu können, der bis heute, also bereits seit 32 Jahren den musikalischen Weg des Orchesters vorgibt. Fabig ist ein echter Profi. Die erste Station seiner beruflichen Laufbahn führte ihn 1958 als Schlagzeuger zum Heeresmusikkorps 1 nach Langenhagen, dem er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1992 angehörte, zuletzt als Korpsführer.
Zu Beginn des Jubiläums hatte Thorsten Kaschubs, kommissarischer Vorsitzender des Kaltenweider Musikkorps die Gäste begrüßt und die Arbeit von zwei im vergangenen Jahr verstorbenen Mitgliedern gewürdigt: Gründungsmitglied Friedel Kohne war 1992 zum 1. Vorsitzenden gewählt worden, er hatte bereits von der ersten Stunde aktiv im Verein mitgearbeitet. Er schaffte es, in den vergangenen 20 Jahren, das Musikkorps sicher um alle Klippen zu lotsen und dabei auch die Finanzen in den Griff zu bekommen. Besonders wichtig war es für ihn immer, dass die Harmonie im Orchester stimmt. Dazu trug und trägt natürlich das gesellschaftliche Leben bei. Sein Nachfolger soll jetzt Thorsten Kaschubs werden. Für sein Engagement bekannt war auch der ebenfalls verstorbene Hans-Günther Burau. Der immer verlässliche Tubist hatte auch als 2. Vorsitzender gewirkt. Beim Jubiläumskonzert saß mit dem Trompeter Achim Bause übrigens noch eines der 17 Gründungsmitglieder am Notenpult.
Die Feier zum 60-jährigen Bestehen wurde nach dem Konzert an gleicher Stelle mit einem fröhlichen Beisammensein mit vielen Gästen und einem gemeinsamen Essen fortgesetzt.