Ein Zeichen der Stadt für die Radler

Die Straße erscheint dem ADFC jetzt deutlich ungefährlicher: Reinhard Spörer (von links), Maik Demlang und Rudi Eifert.

Kosten von 1,1 Millionen Euro für Verlängerung der Fahrradstraße

Langenhagen. Die erste und bislang einzige Fahrradstraße in der Stadt ist in den vergangenen sechs Monaten verlängert worden. Zusammen mit dem 1,8 Kilometer langen Abschnitt, der im Jahr 2014 zwischen der Godshorner Straße und Am Pferdemarkt eingerichtet worden ist, erstreckt sich die Strecke nun auf gut 2,4 Kilometern Länge. Sie reicht heute im Norden bis zur Walsroder Straße. Die Stadtverwaltung nutzte dabei auch den Umstand, dass der Teilbereich der Karl-Kellner-Straße zwischen Am Pferdemarkt und der Walsroder Straße in Richtung Krähenwinkel wegen des maroden Zustands umfangreich - das heißt grundlegend - saniert werden musste. "Die Straße war schon sehr kaputt", berichtet dann auch der städtische Bauleiter Maik Demlang. Die Kosten für die etwa 650 Meter lange Strecke belaufen sich auf etwa 1,1 Millionen Euro. Dabei wurden unter anderem der Regenwasser- und Schmutzwasserkanal in Teilen erneuert und die Fahrbahn selbst von Grund auf saniert. Dafür musste unter anderem 3.000 Kubikmeter Bodenaushub abgefahren werden, wusste Stadtsprecherin Sabine Mossig zu berichten. "Die Anwohner haben sich über den Ausbau gefreut", ergänzte Demlang. Bei den 1,1 Millionen Euro handele es sich aber um die gesamten Sanierungskosten, betonte Mossig bei der Freigabe der Fahrradstraße. Für die Ausweisung als Piste für Radler entstünden lediglich marginale Kosten für die Beschilderung sowie die Piktogramme auf der Straße. Die Einrichtung sei eher ein Zeichen der Stadt, "wie wir mit den Verkehrsteilnehmern - auch den Schwachen umgehen", hob Mossig hervor.
"Unser Wunsch ist, dass die Radler die Strecke ausprobieren", warb ADFC-Sprecher Reinhard Spörer um rege Nutzung der nun freigegebenen Fahrradstraße. Denn diese "erscheint dem ADFC deutlich ungefährlicher" als etwa die Radwege entlang der Walsroder Straße. "Denn auf der Karl-Kellner-Straße sind alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt", fasst Spörer die gesetzlichen Regelungen zusammen.