Ein Zeichen gegen Gewalt

Viele versammelten sich auf dem Marktplatz, um gegen soziale Kälte, Ausgrenzung und Extremismus ein Zeichen zu setzen.Foto: D. Lange

Licht für ein friedliches Miteinander auf dem Marktplatz

Langenhagen (dl). Gegen Gewalt und gegen jegliche Form von Extremismus, ganz gleich, ob religiös verbrämt, ob von rechts oder links, richtete sich die Demonstration am frühen Sonnabendabend, zu der etwa 70 Langenhagener gekommen waren. Auf Facebook hatte Sofia Daniilidou zu der Aktion auf dem Marktplatz aufgerufen, um ein Zeichen zu setzen für ein friedliches gesellschaftliches Miteinander. Markus Villwock aus Kaltenweide hatte Daniilidous Aufruf auf der Facebook-Seite gelesen und spontan Unterstützung und organisatorische Hilfe zugesagt. Die Teilnehmer entzündeten Kerzen und gedachten unter dem Eindruck der Ereignisse der letzten Wochen den Opfern von Gewalt und Terrorismus. Villwock sagte: „Natürlich geht es uns auch um die Opfer der Terroranschläge von Paris, es geht auch um die Demonstrationen in Dresden und anderswo gegen eine, nach deren Meinung, vermeintliche Islamisierung des Abendlands, aber wir wollen ebenso ein Zeichen setzen für ein respektvolles Miteinander der Menschen im ganz normalen Alltag. Gegen die überall spürbare soziale Kälte in unserer Gesellschaft, gegen Ausgrenzung und Extremismus. Wir wollen und müssen mehr miteinander reden als gegeneinander.“ Die kleine Versammlung war vom Charakter und vom Anspruch her von eher besinnlicher Natur, sodass nach Absprache mit der Polizei weder Fackeln, Megaphone und Transparente, sondern lediglich Kerzen erlaubt waren. Die Demonstration, zu der auch Bürgermeister Mirko Heuer und die Landtagsabgeordneten Marco Brunotte (SPD) und Rainer Fredermann (CDU) gekommen waren, endete gegen 19 Uhr mit einer Schweigeminute für die Opfer von Gewalt.