Einbrecher in der Musikschule

Manfred Unger an der aufgehebelten Tür im ersten Stock. Sie liegt an der kaum einsehbaren Ostseite des Grundstücks. (Foto: K. Raap)

Zwei E-Pianos entwendet, einhundert Instrumente verschont

Langenhagen (kr). Für Petra Braune, langjährige Mitarbeiterin der Musikschule Langenhagen, war deren Dienstantritt am vergangenen Dienstag um 8.30 Uhr wirklich mit dem berüchtigten „Schreck in der Morgenstunde“ verbunden. In den Büros türmten sich sämtliche Papiere, die sich vorher auf und in den Schreibtischen befunden hatten, auf dem Boden, getränkt mit Wasser und klebrigen Getränken. Wesentlich schlimmer: Fast alle Türen der sechs Unterrichts- und zwei Geschäftsräume, die nach Feierabend verschlossen werden, waren aufgehebelt oder eingetreten. „Als mich meine Mitarbeiterin anrief“, so betonte Musikschulleiter Manfred Unger in einem Gespräch mit dem ECHO, „hatte ich ein sehr mulmiges Gefühl, denn in den Räumen der Musikschule lagern rund hundert Streich- und Blasinstrumente, darunter Exemplare, die einige Tausend Euro wert sind.“ Nach seinem ersten Inspektions-Rundgang durch das Gebäude konnte der Musikschulleiter aufatmen. Die Einbrecher hatten zwar viele Instrumentenkoffer geöffnet, den Inhalt aber nicht angerührt. Offensichtlich hatten sie kein Interesse an Violinen, Blockflöten, Trompeten und Hörnern. Auch die beiden Flügel blieben unbeschädigt. Ihr Interesse galt ausschließlich elektronischen Instrumenten. So ließen die Diebe nur zwei sehr gute E-Pianos im Wert von etwa 3.500 Euro mitgehen. Überraschend unangetastet blieben auch die Computer an den insgesamt vier Arbeitsplätzen. Es war der mittlerweile dritte Einbruch in das im Jahr 2000 bezogene Gebäude.
In die Musikschule gelangten die Eindringlinge über eine Außentreppe und dann durch die aufgehebelte Fluchttür im ersten Stock. Inzwischen haben die Tischler des Betriebshofs, die beschädigten Türen soweit repariert, dass sie wieder abschließbar sind.