Eine engere Verzahnung erreichen

Benedict Worm (links) und Andreas Rose simulieren ein Vorstellungsgespräch. Nils Möhring (von links), Paul Bock und Elena Alcolea hören dem Dialog interessiert zu. (Foto: O. Krebs)

IGS-Neuntklässler zeigten sich gut vorbereitet bei Bewerbungsprojekt

Langenhagen (ok). Ein PC-gestützter Eignungstest, Benimmkurs, Bewerbungsunterlagen und schließlich das Vorstellungsgespräch – so sieht das große Paket in Sachen Berufsvorbereitung aus, das immer im neunten Jahrgang an der IGS Langenhagen läuft. 30 große Unternehmen, teilweise mit Weltruf, aber auch kleinere lokale Firmen, sind mit von der Partie. Das Projekt läuft in Zusammenarbeit mit der Ausbildungslotsin und den Sozialpädagogen. Christine Weiterer von der Telekom erläutert im Gespräch mit dem ECHO, wie eine vernünftige Bewerbung – sie geht heute übrigens fast ausschließlich online ein – aussehen sollte. Christine Weiterer: „Die Unterlagen sollten ordentlich strukturiert und sortiert sowie vollständig sein. Online muss natürlich die gleiche Sorgfalt wie in schriftlicher Form verwandt werden. Das Layout sollte gleichmäßig und schnell lesbar sein.“ Nicht nur die letzten beiden Zeugnisse gehören in die Unterlagen, auch Praktika und eine ehrenamtliche Tätigkeit. „Wir wollen ja schließlich auch gern wissen, wie unsere Mitarbeiter ihre Freizeit verbringen“, sagt Christine Weiterer. Nicht unbedingt die einzelnen Noten, sondern der Gesamteindruck seien dann für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch entscheidend. Christine Weiterer: „Unentschuldigte Fehltage spielen dann ebenso eine Rolle wie Arbeits- und Sozialverhalten. Und auch ein Amt als Klassensprecher ist wichtig.“ Durch das Bewerbungsprojekt soll eine engere Verzahnung zwischen Schule und Beruf erreicht werden. Und eines wurde auch deutlich: Das Wort selbstbewusst heißt eben auch sich selbst bewusst zu sein. Im Klartext: Allzu forsches Auftreten ist nicht immer erwünscht, vor allen Dingen, wenn letztendlich nichts dahintersteckt. Was Andreas Rose aus dem Vertriebspartnermanagement der Deutschen Bank – er hat auch Bewerbungsgespräche geführt – und Anke Kaiser, Fachbereichsleiterin Arbeit, Wirtschaft, Technik an der IGS Langenhagen besonders freut: Die Schülerinnen und Schüler seien durch die Bank gut vorbereitet gewesen. Das sei in der Vergangenheit nicht immer der Fall gewesen, und das Projekt läuft ja schließlich schon fast 20 Jahre an der Integrierten Gesamtschule.