Eine gelungene Abwechslung

Jamie absolviert ihr Praktikum beim Reisebüro „fernW". Foto: M.Semisch
 
Sarah sammelt neue Erfahrungen bei einer Kinderärztin.

Schüler lernen die Berufswelt kennen

Langenhagen (ms). „Ich finde es interessant, nicht nur den ganzen Tag in der Schule zu sitzen und verschiedene Fächer zu haben, sondern auch den Beruf hier zu erleben, für den ich mich speziell interessiere", findet Jamie Wieling. Sie absolviert zurzeit ihr Betriebspraktikum im Reisebüro fernW in Langenhagen. Auch für die ungefähr 150 anderen Schüler des zehnten Jahrgangs des Gymnasium ist das zweiwöchige Praktikum in vollem Gange. Zu den Aufgaben von Jamie zählt zum Beispiel das Raussuchen verschiedener Angebote für das Schaufenster des Reisebüros. „Ich hatte freie Auswahl bei den Zielen, aber ich habe nur Hotels mit mehr als 80 Prozent Weiterempfehlung aufgenommen". Außerdem hat sie Kataloge verschiedener Reiseanbieter einsortiert und die Buchhaltung kennengelernt. Auf die Frage welches Reiseziel denn zurzeit sehr beliebt sei, antwortet sie lächelnd: „Am Montag hatten wir einige Kunden, die auf die Balearen oder Kanaren wollten. Vor allem warme Länder." Am spannendsten findet sie das Gespräch mit den Kunden und wie man mit dem Programm auf dem Computer die perfekte Reise, abgestimmt auf die Wünsche des Kunden, finden kann.
Sarah Teichmann hingegen hat ein ganz anderes Berufsfeld kennengelernt. Sie hilft in einer Kinderarztpraxis in Kaltenweide. Sie misst und wiegt die Kinder, führt Hör- und Sehtests durch und hilft den Arzthelferinnen. „Ich habe dieses Praktikum gewählt, da ich etwas Neues ausprobieren und gucken wollte ob das etwas für mich ist." meint sie. Allerdings kann sie sich jetzt nicht mehr vorstellen später als Kinderärztin zu arbeiten. Der Beruf hätte auch viel mit körperlicher Arbeit und Verantwortung zu tun. Ein Praktikum bringt in jeder Hinsicht etwas für die spätere Berufslaufbahn findet die Betreuerin von Jamie im Reisebüro und sagt überzeugt: „Ich bin durch mein Praktikum in der zehnten Klasse auf meinen jetzigen Beruf gekommen." Auch wenn die Schüler von dem Beruf ihres Praktikums nicht überzeugt seien, hätten sie ja trotzdem ein Berufsfeld für später ausgeschlossen. Jedoch ist Jamie sehr von dem Beruf einer Reiseverkehrskauffrau begeistert: „Ich finde es sehr abwechslungsreich und kann mir gut vorstellen diesen Bereich zu wählen."
Ähnlich wie Sarah hat auch Florian Stelloh ein Praktikum gewählt, bei dem er mit Kindern zu tun hat. Er verbringt die zwei Wochen in der Kindertagesstätte in Schulenburg. Es gefällt ihm besonders gut, da er Kinder sehr gerne mag und es ihm viel Spaß macht auf die Kinder aufzupassen und den Erziehern zu helfen. Trotzdem überzeugt ihn der Beruf nicht vollständig, er kann es sich nicht so richtig vorstellen später dort zu arbeiten, obwohl die Kinder sich immer sehr freuen wenn er morgens kommt. Sie umarmen ihn sogar alle, erzählt Florian lachend. Er findet das Praktikum eindeutig besser als Schule, wobei er für viele Schüler spricht. Fast alle deuten das Betriebspraktikum als gelungene Abwechslung zum Schulalltag und sind begeistert von den neuen Erfahrungen in die Herbstferien gegangen.