"Eine gesunde Mischung"

Carsten Hettwer lieferte umfangreiche Informationen.Foto: G. Gosewisch

SPD eröffnet Woche der offenen Tür mit Vortrag des Stadtbaurates Carsten Hettwer

Langenhagen (gg). Zum Auftakt ihrer Woche der offenen Tür versammelte sich der SPD-Ortsverein Langenhagen unter freiem Himmel auf dem Marktplatz zwischen Rathaus und CCL. „Unser Thema heute ist das Stadtzentrum. So ist es mehr als passend, dass wir auch genau hier öffentlich darüber sprechen“, so die Begründung des Vorsitzenden Marco Brunotte zum ungewöhnlichen Sitzungsraum, der sich für Passanten offen darstellte. Dieses erste Angebot der SPD zum Gesprächsaustausch mit den Bürgern wurde durch den Vortrag des Stadtbaurates Carsten Hettwer getragen. Er lieferte umfassende Informationen zu der Situation und zu den Plänen, die die Entwicklung des Langenhagener Stadtzentrums bestimmen. Demnach steht dem Voranschreiten des Neubaus zur Erweiterung des CCL nichts im Wege. Er gab Auskunft, dass nach seinem Wissensstand die Finanzierung des Projekts durchaus gesichert sei und dass auch der Zeitplan für die Fertigstellung noch eingehalten werden kann. Die orientiere sich an einem angestrebten gesicherten Weihnachtsgeschäft. Marco Brunotte formulierte dazu die Haltung des SPD-Ortsvereins: „Der Schwebezustand im Baufortschritt ist nicht akzeptabel. Wenn es Probleme gibt, sollten die Beteiligten auf Augenhöhe kommunizieren.“ Eine grundsätzliche Zustimmung der SPD erklärte er zu den weiteren Entwicklungsplänen des Stadtzentrums, die Carsten Hettwer unter der Zielsetzung Belebung und Erweiterung des Angebots darstellte. Nach seinen Ausführungen seien dafür Umnutzungen möglich. Auf den Prüfstand werde die Lage von Freiflächen oder Parkflächen kommen. Die Option, auch den Schulkomplex zur Aufwertung des Zentrums einzubeziehen, setzte Zeichen für die Kreativität bei den Planungen. Denkbar sei dabei eine Erweiterung der Schule durch eine offene Mensa, die auch abends geöffnet sein könnte. Der Stadtbaurat verwies auf die Ausarbeitungen des Planungsbüros Ladplus und Diekmann aus Hannover, die die Möglichkeiten zur Entwicklung des Zentrums vielschichtig aufzeigen. Sowohl die Option zu Umnutzungen als auch die Optimierung von bestehenden Anlagen sind darin enthalten. Die Situation der Markthalle zeige beispielhaft den Handlungsbedarf: Eine Aufwertung sei dringend erforderlich und bereits auf dem Weg in den Bereichen Lüftung, Reinigung, Vermarktung leer stehender Verkaufsflächen sowie Organisation rund um die sanitären Anlagen. Eine strukturelle Veränderung sei in Zukunft denkbar mit Planungen zu einer Anbindung in das CCL über eine Brücke im ersten Stock. Seine Zusammenfassung: „Bei der Belebung des Zentrums muss sich eine gesunde Mischung darstellen. Sie sollte tags als auch nachts, abends und morgens, für Jung und Alt und für Geschäftstätigkeit und Gastronomie greifen.“