Eine Halle für ganz Kaltenweide

Alte Zeitungen als gutes Omen für den Bau: Bürgermeister Friedhelm Fischer (links) assistiert Architekt Ekkehard Vogt.Foto: O. Krebs

Sportstätte an der Grundschule kostet 2,8 Millionen Euro

Kaltenweide (ok). Sie stellt nicht nur eine Investition in die Zukunft des Sportes, sondern vor allen Dingen auch in die Zukunft der Kinder im Norden Langenhagens dar. Für eine Gesamtsumme von etwa 2,8 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt wird bis Ende des Jahres vom Generalunternehmer Goldbeck eine Zwei-Feld-Passiv-Sporthalle nach modernstem Standard gebaut; 450.000 Euro für das Projekt stammen aus Mitteln des Konjunkturpaketes II. Eine Finanzspritze, die die doch erhebliche Bausumme in etwa freundlicherem Licht erscheinen lässt und das gebeutelte Stadtsäckel etwas entlastet. Aber nicht nur hierbei hat die Kommune gespart: Grundsteinlegung und Richtfest der 44 Meter langen und 22 Meter breiten Halle – sie wird in erster Linie als Schulsporthalle der Grundschule genutzt und am Nachmittag von den Sportlerinnen und Sportlern des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide – wurden gleich in einem Abwasch erledigt. Bürgermeister Friedhelm Fischer sagte: "Mit dem heutigen Tag bekommt das sportliche Leben in Kaltenweide im wahrsten Sinne des Wortes ein neues Fundament oder besser gesagt eine neue Grundlage. Die neue Sporthalle feiert heute Richtfest und bietet Schulen wie Vereinen zukünftig eine neue Heimat."
Fischer hob in seiner Rede hervor, dass die beengte Situation für die Grundschule mit dem Neubau der Sporthalle mit etwa 140 Sitzplätzen endlich ein Ende finde. Und nicht nur die ortsansässigen Vereine würden von der Halle profitieren, sondern auch die Umwelt, da das Gebäude als Passivhaus erstellt werde. Das Ergebnis nach der Fertigstellung werde eine positive Raumwahrnehmung gekoppelt mit einem sehr niedrigen Energieverbrauch sein. Die neue Sporthalle schaffe darüber hinaus die notwendige Ergänzung zum bisher bestehenden Angebot – schließlich hätten sich viele Sportarten bisher einfach nicht realisieren lassen, weil die Geräte fehlten oder die Flächen schlichtweg zu klein.
Markus Mühlhaus, Prokurist und Niederlassungsleiter der Firma Goldbeck – das Unternehmen hat bereits mehr als 50 Sporthallen in ganz Deutschland realisiert – sieht den Bau der Sporthalle in nur sechs Monaten als Investition in die Zukunft. Kinder als Kunden wichen doch stark von der sonstigen Unternehmensklientel der 40- bis 60-Jährigen ab. Architekt Ekkehard Vogt, der sich beim Ideenwettbewerb der Stadt Langenhagen durchsetzte, ist davon überzeugt, dass die Sporthalle gerade wegen des "enormen Zeitdrucks" an Qualität gewonnen habe. "Sie wird kompakter sein", so Vogt. Ende des Jahres werden sich alle nach der Einweihung davon überzeugen können.