Eine Hilfe, um Türen zu öffnen

Zamir Anbari (links) berichtet seinem Mitschüler Daniel von seinen Erfahrungen während des Praktikums. (Foto: D. Lange)

Schüler der neunten Klassen stellen ihre Berufspraktika vor

Langenhagen (dl). Nicht alle Traumberufe halten, was sie versprechen. Oft verblasst der Glanz der Erwartungen recht schnell angesichts der Realität und der vermeintliche Traumberuf entpuppt sich als großer Irrtum. Daher sind die in der Regel zweiwöchigen Berufspraktika für angehende Berufseinsteiger eine recht gute Methode, den Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit zu erkennen. Das ist zwar nicht unbedingt neu, führt gelegentlich aber dennoch zu erstaunlichen Erkenntnissen. Berufspraktika gehören für die Schüler der Robert-Koch-Realschule mit dem Schwerpunkt Berufsvorbereitung zum schulischen Alltag. Mit Erfolg, wie sich immer wieder zeigt. Die vielfältigen Erfahrungen der Schüler in ihren Praktika beflügeln offenbar auch deren schulische Leistungen, so der Konrektor der Schule, Jörg Rettig. Das Konzept dabei ist einfach. Die aktuell 120 Schülerinnen und Schüler der vier neunten Klassen absolvieren im Schuljahr je ein Praktikum ihrer Wahl in zwei unterschiedlichen Berufsfeldern. Im Rahmen des Fachbereichs Arbeit-Wirtschaft-Technik (AWT) planen und organisieren die Schüler ihre Praktikumsplätze selbst – und nicht etwa die Eltern - sowie die spätere Präsentation ihrer Erfahrungen und Kenntnisse daraus. Diese stellen sie auf dem Markt der Berufe den Achtklässlern vor, die dadurch wiederum einige Anregungen und erste Einsichten in die Berufswelt erfahren, als Grundstock auf dem Weg zu ihrem eigenen Praktikum. Über allem sollte die Frage stehen: Was will ich eigentlich und wie kann ich es erreichen? Wenn es der Sache dient, gehört mitunter eben auch eine gewisse Kompromissbereitschaft dazu in Bezug auf den eigenen Modegeschmack oder das eigene Auftreten. Erfreulicherweise werden dabei die Schule als auch die einzelnen Schüler sehr gut von den Langenhagener Betrieben unterstützt. Sowohl, was die Vergabe der Praktikumsplätze betrifft als auch die informativen Rückmeldungen am Ende der Praktikumswochen. Die Qualität der Vorbereitungen auf die Praktika und deren spätere Präsentation kommen zum Abschluss des Fachbereichs AWT natürlich in den Zeugnisnoten zum Ausdruck haben auch durchaus Gewicht, wenn es um die Suche nach einem Ausbildungsplatz geht. Benotet werden dabei unter anderem der Gesamteindruck, die Anschaulichkeit, der Inhalt und nicht zuletzt der Vortragsstil. Für Zamir Anbari aus der 9 B war sein Praktikumsplatz bei VW im Verkauf offenbar genau das Richtige. Seine Begeisterung ist ihm anzumerken, wovon offenbar auch sein Arbeitgeber überzeugt war. Anbari freute sich über die gute Bewertung, die er von VW bekam und die ihm dabei hilft, Türen zu öffnen.