Eine hochkarätige Generalprobe

Auf der Pressekonferenz in der „Schlossküche Herrenhausen“ informierten Ernst Müller (Mitte), Harry Piel (links) und Detlef Leonenko über das Jubiläumskonzert des königlichen Hausorchesters auf der Marienburg. (Foto: K. Raap)

Ernst Müller musiziert heute auf der Welfen-Hochzeit

Hannover/Langenhagen (kr). Wenn Ernst Müller am Sonntag, 27. August, ab 17 Uhr anlässlich seines 50-jährigen Wirkens als Leiter des „Hausorchesters Seiner Königlichen Hoheit von Hannover“ im Innenhof des Schlosses Marienburg sein angekündigtes großes Jubiläumskonzert gibt, hat er dafür am heutigen Sonnabend eine hochkarätige Generalprobe und besondere  Herausforderung zu bestehen. Denn wenn Erbprinz Ernst August von Hannover und seine Verlobte Ekaterina Malysheva nach der kirchlichen Trauung mit der Hochzeitskutsche zu einem Galaempfang in die Galerie Herrenhausen kommen, gibt dort Musikdirektor Ernst Müller mit seinem 35-köpfigen Orchester den Ton an. Das teilte Ernst-Müller jetzt auf seiner bestens besuchten Pressekonferenz im Restaurant „Schlossküche Herrenhausen“ mit. „Für die Programm-Auswahl“, so Müller, „ hat mir der Erbprinz freie Hand gelassen, angesichts der internationalen Gästeschar müssen wir sehr flexibel sein, um auch spontanen Musikwüschen gerecht werden zu können.“ Die genaue Auswahl der Stücke wollte er nicht nennen: „Es soll schließlich eine Überraschung sein.“ Sicher ist, dass die Auswahl wie immer Oper, Operette und Musical umfasst. Walzer und Märsche sind Pflicht. Sicher scheint, dass Ernst Müller dem Hochzeitspaar wie schon zur Verlobung eine besondere Komposition widmet. Und Werke von Georg V., von 1851 bis 1866 König von Hannover, und damit auch ein Welfe, wird Müller sicherlich nicht auslassen. Da wäre der „Jubel Marsch“ zu nennen, den Georg V. anlässlich der Krönung seines Vaters, König Ernst August I von Hannover, komponierte.  Und zur Favoritenliste zählt auch die ein wenig skurrile Komposition für 14 Fagotte, die Müller im niedersächsischen Staatsarchiv entdeckt und gemeinsam mit Klaus Tippenhauer für Blasorchester arrangiert hatte. Abends verlagert sich das große Fest von Herrenhausen auf die Marienburg, die Ernst Müller erst wieder für den 27. August ganz fest im Visier hat. Das Musikprogramm wird dort ausschließlich Titel enthalten, die die prominente Hochzeitsgesellschaft in Herrenhausen gehört hatte.
Eine gute Nachricht für die Besucher aus der Flughafenstadt. Dagmar Müller, Mitarbeiterin in der Langenhagener Geschäftsstelle, gab dazu die Anregung. Als sie hörte, dass nicht wenige Bürger keine Möglichkeit haben, die Marienburg zu erreichen, schlug sie vor, doch Busse einzusetzen. Ernst Müller nahm die Idee spontan auf und fand in zwei musikbegeisterten Damen auch gleich zwei Sponsoren. Weitere Einzelheiten in einer der nächsten ECHO-Ausgaben.