Eine international renommierte Galerie

Liesa und Hargen Depelmann können stolz sein auf die 40-jährige Erfolgsgeschichte ihrer Galerie. (Foto: K. Raap)
 
Sieht angriffslustig aus: Der Skulpturengarten birgt unzählige Überraschungen.  (Foto: K. Raap)

Zum 40-jährigen Bestehen am Sonntag große Geburtstagsfeier bei Depelmann

Krähenwinkel (kr). Das sind schon zwei beeindruckende Persönlichkeiten: Seit 57 Jahren sind sie verheiratet und seit Jahrzehnten betreiben sie auf dem hart umkämpften Kunstmarkt ein erfolgreiches Unternehmen, das sich mittlerweile ein internationales Renommee geschaffen hat: Die Rede ist von Hargen und Liesa Depelmann, die am Sonntag dem 17. Juni, mit ihrer Galerie in Krähenwinkel, Walsroder Straße 305, das 40-jährige Jubiläum feiern. Denn was vor über 40 Jahren aus einem vergleichsweise bescheidenen Handel mit englischen Möbeln entstand, entwickelte sich schnell zu einer Galerie für Bilder, Skulpturen und Plastiken. Hargen und Liesa Depelmann arbeiteten ungeheuer engagiert und bewiesen ein exellentes Händchen beim Umgang mit ihren Künstlern, von denen nicht wenige zu ihren Freunden wurden. Ihr Plus waren auch immer die begeisterten Mitarbeiter. Dass sich die Galerie nun schon seit 4o Jahren derart erfolgreich auf dem Markt behauptet, hat durchaus einen sensationellen Anstrich. Vor allem wenn man weiß, dass in den letzten Jahren im norddeutschen Raum rund zwei Dutzend Galerien aufgeben mussten. Der Erfolg resultierte aus der akribischen und konsequenten Arbeit von Hargen Depelmann, der vor allem auch von seiner Kontaktfreudigkeit profitierte. Er entwickelte, unterstützt von seiner Ehefrau Liesa, die übrigens den ersten Anstoß für die Gründung einer Galerie gegeben hatte, mit viel Phantasie, enormen Arbeitsaufwand aber auch mit gesunder Sturheit immer wieder neue zukunftsweisende Konzepte. Der Begriff Galerie umfasst nur unvollständig die Aktivitäten des Langenhagener Unternehmens. Die eigentliche Galerie ist längst auf über 600 Quadratmetern angewachsen. Hier zeigt Depelmann primär zeitgenössische Kunst von etablierten wie auch von jungen Künstlern. Zu den Klassikern zählen Horst Janssen, Marino Marini, Mimmo Paladino, Wolfgang Troschke, Achim Weinbrenner, Oskar Kokoschka, Henry Moore, A. Paul Weber und Anton Tapies. Zum Jubiläum gibt es die 165. Galerieausstellung. Eine wichtige Rolle im Angebot der Galerie spielt auch „Das kleine Format“. Hinter dieser von Hargen Depelmann vor 25 Jahren entwickelten Idee steckte das Konzept, dass möglichst viele Künstler ein Bild im Motivformat von 20 x 20 cm in unterschiedlichsten Techniken entwickelten. Der Erfolgt dieser Reihe hält unvermindert an. Zur Zeit läuft im Langenhagener Rathaus eine Ausstellung unter diesem Motto. Sie ist noch bis zum 29. Juni zu sehen. Der Verlag produziert auch in beträchtlichem Umfang hochwertige Druckwerke in streng limitierten Auflagen. Eine wichtige Rolle im Angebot der Langenhagener Galerie spielen die Serviceleistungen. Das beinhaltet den Liefer- und Hängeservice, Restaurierungen, Mietausstellungen, Archivierungen, Leasing und vor allem die Bilderrahmenwerkstatt.
Ein absolutes Sahnestück auf dem Depelmannschen Gelände ist der Skulpturengarten. Er dient quasi als erweiterter Ausstellungsraum nach außen vor allem für die großen Plastiken und Skulpturen. Über 500 begeisterte Zuschauer wurden 2004 Zeugen bei der Einweihung des wunderschönen, von Rüdiger Beensen konzipierten Grundstücks.
Das offizielle Eröffnungsprogramm ,das auch wieder den Beginn des Skulpturensommers beinhaltet, läuft am Sonntag, 17. Juni, ab 11 Uhr. Mit im Boot bei dieser Veranstaltung haben Hargen und Liesa diesmal zwei Partner. Die bekannte Zeitschrift „nobilis – Hannovers schönste Seiten“ , ebenfalls vor 40 Jahren gegründet,und die 20 jahre alte „Valexx - Value Experts Vermögensverwaltung AG“. Mit dabei bei dieser Feier viele der aktuellen Künstler der Galerie. Sie kommen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie signieren ihre Einträge im eigens für diesen Anlass produzierten Katalog. Die Laudatio hält Frauke Engel, seit Jahren freie Mitarbeiterin der Galerie, die als überzeugende Kraft in Sachen „Kunst-PR“ gilt. Für den musikalischen Rahmen sorgt wie in jedem Jahr seit Eröffnung des Gartens das „Swingtown-Quartett“. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Die Bezirkskellerei „Markgräflerland“ präsentiert ihre Weine. Gespannt sein darf man auf die Verlosung von wertvollen Einkaufsgutscheinen.