Eine Investition in die Zukunft

Hans-Hermann Roggendorf (vorne) und Rudi Benak sind sehr froh über die neue umweltschonende Anlage. Foto: C. Borschel

MTV Engelbostel-Schulenburg setzt auf Solartechnik

Engelbostel (bo). Die Energiepreise steigen, und der Klimawandel ist in vollem Gange. Für den MTV Engelbostel-Schulenburg war das Grund genug, um über eine alternative Energiezufuhr nachzudenken. Seit fast zwei Wochen hat der Verein nun Solarzellen auf dem Dach des Clubhauses, um hierdurch Wärmeenergie zu gewinnen. „Wir sehen uns als Sportverein in der Verantwortung, beim Umwelt- und Klimaschutz voranzugehen und ein gutes Beispiel zu geben“, sagt Hans-Hermann Roggendorf, Vorsitzender des Vereins. Mit der neuen Anlage wird der Verein künftig zwischen dreieinhalb und vier Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.
Man habe bereits im Vorfeld unterschiedliche Anstrengungen unternommen um Energie einzusparen. So wurden beispielsweise einige Fenster erneuert und das Dach neu isoliert. Dass man sich von der insgesamt rund 35.000 Euro teuren Solaranlage auf Dauer neben dem Umweltschutz auch finanzielle Vorteile erhofft, liegt auf der Hand. „Wir rechnen erst einmal mit einer Ersparnis von rund 800 Euro im Jahr. Aber das ist sehr defensiv gedacht, ein wenig enttäuscht wäre ich schon, wenn wir nicht das Doppelte einsparen könnten“, so Roggendorf weiter.
Er hatte bereits vor einem Jahr gemeinsam mit Vereinsmitglied Rudi Benak, der das Projekt verantwortlich begleitete, angefangen sich über Solartechnik und deren Förderung zu informieren. Nach einem halben Jahr Vorarbeit ging es dann an die Details. „Wir freuen uns, dass wir finanziell zu einem Drittel von der Stadt Langenhagen und zu einem Fünftel vom Regionssportbund unterstützt werden“, so Roggendorf. Weiterhin habe man sich die Förderung des proKlima-Fonds sichern können. Hierfür habe man zwar eine etwas teurere, aber dafür zukunftsfähige Regelungsanlage installieren müssen. „Viele Arbeiten, die im Zuge der Installation angefallen sind, wurden ehrenamtlich von Vereinsmitgliedern erledigt“, freut sich Roggendorf.
Man geht beim MTV davon aus, dass sich die Solartechnik in neun bis zehn Jahren amortisiert hat.