Eine lebendige Schulpartnerschaft lebt fort

Bei strahlendem Sonnenschein verlebten die Lehrer aus Ost und West ein tolles Wochenende.

Lehrer des Gymnasiums trafen sich zum 27. Mal mit Kollegen aus Halle

Langenhagen. Mit Sicherheit eine Geschichte, die ihresgleichen sucht. Nach nunmehr 27 Jahren nach der Wende treffen sich die Kollegen und Kolleginnen des Gymnasiums Langenhagen mit denen des Gymnasiums Südstadt Halle- und das jährlich im Wechsel, einmal im Osten, im Jahr drauf im Westen. Entstanden ist die Partnerschaft, als nach der Wende im Herbst 1989 Hilfen für Schulen im angrenzenden Bundesland nötig waren. Schnell entwickelten sich in den folgenden Jahren intensive Kontakte über Arbeitstagungen, Landheimaufenthalte, Sportwettkämpfe beider Schulen und letztlich die alljährlich stattfindenden Begegnungen, die inzwischen eine Mischung aus Geselligkeit und kultureller Fortbildung geworden sind.
Das Treffen in diesem Jahr am Steinhuder Meer wurde von den Familien Rohn und Linnhoff für insgesamt 43 Teilnehmer organisiert. Zur Überraschung und großer Freude der Langenhagener war der Anteil der Hallenser mit 29 Teilnehmern „übermächtig“; kein Wunder, war doch das Steinhuder Meer für alle Ostler eine erste und neue Erfahrung! Das Motto des diesjährigen Treffens beinhaltete das Steinhuder Meer mit Geschichte, Fischerei, Weberei, Auswandererbooten, Kanonen, U-Boot, Kasematten und fleischfressende Pflanzen im Hochmoor.
Für das Eintrudeln der Teilnehmer waren Terrassenplätze im Restaurant „Hafenblick“ am Freitag, 18.08.2017, reserviert, in dem dann auch das Abendessen stattfand. Unterkünfte waren in den Hotels „Maris“ und im „Alten Winkel“ organisiert. Das Programm begann mit einer Stadtführung in Steinhude mit besonderen Schwerpunkten, wie Webermuseum, Scheunenviertel, Kastenmangel und Aalräucherei. Danach ging es mit den Auswandererbooten zur Insel mit der Festung Wilhelmstein. Gekonnt und mit Anekdoten gespickt erläuterte Christoph Reinecke die Historie der Festung. Nach deren Besichtigung gab es bei herrlichem Sonnenschein im Inselbiergarten ein Aalbrötchenpicknick. Die nächste Etappe führte wieder mit Auswandererbooten zur Neuen Moorhütte auf der Nordseite des Steinhuder Meeres. Eine kurze Wanderung führte durch Nieder- und Zwischenmoor zum Hochmoor. Mit sicherer Sachkenntnis referierte Anne Schacherer über die typische Entstehung eines Hochmoores mit der spezifischen Artenvielfalt. Natürlich kam der als fleischfressende Pflanze bekannte Sonnentau voll zur Geltung. Aus dem Hochmoor führte dann eine einstündige Wanderung zum Kaffeetrinken nach Mardorf. Nach der Rückfahrt am Abend fand ein zünftiges Abendessen istatt und natürlich gingen die Gespräche auch um mögliche Ziele im Jahr 2018 – dann natürlich im Osten.