Eine offene Kirche der Zukunft

Stellten den Ephoralbericht vor: Superintendent Martin Bergau und Öffentlichkeitsreferentin Kerstin Richter.Foto: O. Krebs

Ephoralbericht: Kirchenkreis will neue Wege gehen

Langenhagen (ok). Ortsnah, flexibel und offen will die Kirche auf die Herausforderungen der Zukunft reagieren. Das machte Superintendent im so genannten Ephoralbericht – einer Art Jahresbilanz – deutlich, den er jetzt dem Kirchenkreistag vorlegte. Bereits im vergangenen Jahr ist damit begonnen worden, neue Zielgruppen anzusprechen – beispielsweise mit den Querbeet-Abendgottesdiensten in der Elisabeth-Kirche. Die sind nach Aussage Bergaus vor allen Dingen bei jungen Erwachsenen und Schülern beliebt. Intensiviert werden soll auch die Zusammenarbeit mit den Schulen – ein Job für Anna Thumser, Diakonin für schulnahe Jugendarbeit, bei der Sprachförderung in den Kindergärten mitgewirkt werden. Netzwerke und regionale Verbünde sind nach Ansicht Bergaus zukunftweisend, auch in Langenhagen. Als Beispiel führte der Superintendent das gemeinsame Familienzentrum der St. Paulus- und der Emmaus-Gemeinde an. Spürbar mache sich im Kirchenkreis auch die Wirtschaftskrise – die Zahl der Austritte sei deutlich gestiegen, obwohl es auch eine Menge Eintritte gegeben habe. Die sinkende Kirchensteuer soll unter anderem durch Maßnahmen wie Sponsoring und Fundraising aufgefangen werden, auch bei der Finanzierung von Gemeindestellen. Familienarbeit wird auch in Zukunft eine große Rolle spielen und die Kirche sich an den Lebenslinien orientieren. Und: Mit dem Projekt „Kirche trifft...“ soll über den Tellerrand hinausgeguckt werden. Zusammenfassend meint Bergau: „Es gibt eine Suchbewegung. Sie wendet sich an die Kirchengemeinden vor Ort, doch auch weit darüber hinaus. Bei uns muss niemand auf die Teilnahme an Gottesdiensten verzichten, und der nächste Pastor oder die nächste Pastorin ist rasch zu erreichen.“

Stellten den Ephoralbericht vor: Superintendent Martin Bergau und Öffentlichkeitsreferentin Kerstin Richter.Foto: O. Krebs