"Eine ordentliche Bilanz"

Bitte um Verständnis für eingeschränkte Öffnungszeiten

Langenhagen (ok). Zwei Ganztagskräfte, eine Kollegin, die eingearbeitet werden muss, und drei Halbtagskräfte, 500 bis 600 Kunden, 40 Stunden Öffnungszeit in der Woche im Normalfall – eine Bilanz für die Kfz-Zulassungsstelle, die sich Ansicht von Fachbereichsleiterin Karin Saremba regionsweit sehen lassen kann. Dazu kommen natürlich noch Fortbildungen, Urlaub- und Krankheitszeiten.
"Allerdings kommen nicht alle Einnahmen in voller Höhe dem städtischen Haushalt zu Gute, wie vereinzelt offensichtlich geglaubt wird. Der größere Teil der Einnahmen wird nach einem festgelegten Abrechnungsverfahren an die Region Hannover abgeführt. Bei den Arbeiten im Bereich der Zulassungen gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher und teils schwieriger Vorgänge. Bearbeitungsvorgänge laufen beispielsweise neben normalen Zulassungen auch für Abmeldungen und Kurzzeitkennzeichen sowie für Ausfuhrkennzeichen, Briefaufbietungen und Ersatzscheine", sagt Karin Saremba. Die unterschiedlichen Arbeitsfelder einer Kommunalverwaltung bedingen nach Hinweisen der Fachbereichsleiterin naturgemäß auch sehr unterschiedliche Anforderungen. Von daher ist es trotz einer relativ großen Verwaltung nicht einfach möglich, Personal aus anderen Bereichen einzusetzen, um personelle Engpässe in der Zulassungsstelle zu kompensieren.
Die teils bestehenden Auffassungen, dass „dann eben mal ein paar andere Mitarbeiter einspringen sollten“, sind zwar verständlich, aber angesichts dieser komplexen und speziellen Zusammenhänge eben leider nicht möglich.
In den abgelaufenen sechs Jahren beliefen sich die Einnahmen auf 600.000 bis 700.000 Euro jährlich, wovon bei der Stadt Langenhagen aber lediglich etwa 40 Prozent verbleiben. 60 Prozent gehen an die Region Hannover.
Karin Saremba hofft auf Verständnis bei der Bevölkerung für die Tatsache, dass die Öffnungszeiten zurzeit eingeschränkt sind, die Zulassungsstelle am Sonnabend nicht öffnet. "Mitte bis Ende August ist diese Durststrecke überwunden", ist die Fachbereichsleiterin zuversichtlich.