Eine riesige Investition

Zur derzeitigen Flüchtlingswelle erreichte uns folgender Leserbrief:
"Würde eine Jahrtausend-Springflut große Bereiche von unseren Küstenstädten (wie einst der Wirbelstrom Katrina im Golf von Mexiko) für lange Zeit unter Wasser setzen und die Bebauung und Infrastruktur so stark schädigen, dass die dortigen Bewohner jahrelang nicht zurückkehren könnten, wie würde man in Deutschland mit diesen Inlandsflüchtlingen umgehen ? Die meisten von ihnen würden in der Umgehung nach einer annehmbaren Unterkunft suchen (um möglichst Arbeits.- und Sozialbindungen zu erhalten). Sie hätten meist fast alles verloren mangels ausreichender Versicherung und müssten irgendwie, woanders und dort in Konkurrenz zur dortigen Bevölkerung von vorne beginnen. Würden benachbarte Kommunen sich deshalb einzäunen und mit möglichst mieser Unterstützung darauf bauen, dass dieser Flüchtlingsstrom an ihnen vorbei zieht?
Dieser Inlandsflüchtlingsstrom enthielte das volle Spektrum unserer Bevölkerung, neben nützlichen Fachleuten also auch schlecht integrierbare Personen, Kriminelle und Extremisten, und Keinem könnte man’s an der Nasenspitze ansehen. Alle müssten untergebracht werden.
Würde so ein schreckliches Naturereignis außerordentliche Maßnahmen ermöglichen, dass zum Beispiel. alleinstehend in großen Häusern/Wohnungen Verbliebene zugunsten von wohnungslosen Familien in kleinere Behausungen umsiedeln würden oder Andere ihre leerstehenden Räumlichkeiten auch ohne finanziellen Zwang vermieten würden?
Würden nach über zehn Jahren dank öffentlicher Programme und privater Investoren die Überschwemmungsgebiete neu und modern gestaltet wieder aufgebaut sein, wären dadurch viele Menschen beschäftigt worden und ein enormer Neuwert entstanden. Die Wirtschaftsmöglichkeiten der ‚gastgebenden‘ Umgebung wären viel effizienter als ohne diese Naturkatastrophe genutzt worden.
Sollten wir die heute zu uns kommenden Flüchtlinge aus fernen Ländern nicht ähnlich als riesige Investition begreifen ?
Wenn sie teilweise nach Jahren in ihre Heimat zurückkehren oder von hier aus die dortigen Absatzmärkte erobern werden sie die künftigen Stützen unserer deutschen Wirtschaft sein, wenn wir sie bis dahin von unseren Werten und Produkten überzeugt haben, sie also gut integriert sind.
Damit wären Allen geholfen!"


Wolfgang Schmidt, Langenhagen