„Eine schöne Abrundung“

Wächst und gedeiht – der Kaltenweider Platz.Foto: O. Krebs

Weiherfeld soll spätestens 2016 abgeschlossen sein

Kaltenweide (ok). Der Ausdruck mag zwar etwas lax sein, trifft aber den Nagel auf den Kopf: Der Grundstücksverkauf im Baugebiet Weiherfeld läuft nach wie vor wie „geschnitten Brot“. So wurden im vergangenen Jahr 110 Grundstücke verkauft, insgesamt rund 38.900 Quadratmeter. „Derzeit gibt es nur ein freies Grundstück; der Rest ist reserviert“, macht Jens Monsen, Geschäftsführer der zuständigen Entwicklungsgesellschaft Langenhagen (EL) Interessenten im Moment wenig Hoffnung. Die aktuelle Einwohnerzahl im Weiherfeld liege bei 3.550 , aber Monsen prognostiziert: „Die aktuellen Verkäufe im Baufeld 8.3 entlang der Altenhorster Straße – es wurde im November freigegeben – haben sich noch nicht auf die Einwohnerzahl ausgewirkt Ein neuer Schub kommt dann sicherlich im zweiten Halbjahr, wenn die Häuser bezugsfertig sind.“
Ein wenig stolz ist Jens Monsen auch auf die Tatsache, dass es ihm in Verhandlungen am Jahresende gelungen ist, noch eine große Lücke in Sachen Bebauung im Weiherfeld zu schließen. Das Baufeld 6.4 am Altenhorster Kreisel – voraussichtlich das letzte dieses Mega-Projektes über nunmehr mehr als 15 Jahre – wird im Herbst in Angriff genommen. Dann fängt die Vermarktung an; die Grundstücke können reserviert werden.. Die Bebauung soll dann im Sommer 2012 losgehen. Aber: „Es gibt schon eine Liste, auf der zurzeit 40 Interessenten stehen“, sagt Jens Monsen. Wer sich ein Grundstück sichern möchte, sollte sich also tunlichst sputen. Geplant sind dort 34 Einfamilien- und Doppelhäuser. Für Monsen eine „schöne Abrundung des Weiherfeldes“, das im Jahre 2015/2016 endgültig entwickelt sein soll. Dann werde es wohl etwa 5.000 Neubürgerinnen und Neubürger in Kaltenweide geben. Monsen: „Gerade für junge Familien haben wir eine Menge getan und tun es immer noch.“ Es gehrt also voran: Noch ein gutes Beispiel: die Ladenzeile mit Ärzten und Geschäftsleuten am Kaltenweider Platz nimmt langsam aber sicher Gestalt an, wird wohl noch in diesem Jahr fertig werden. „Mit der Ansiedlung junger Familien ist es uns im Weiherfeld ganz entscheidend gelungen, dem demographischen Wandel entgegen zu wirken“, zieht Jens Monsen ein kurzes Fazit.
Parallel zum Weiherfeld ist die EL an der „konzeptionellen Entwicklung“ der 30.000 Quadratmeter großen Fläche an der Walsroder Straße südlich der Elisabeth-Arkaden dran. Die hatte die Stadt Langenhagen ja Ende vergangenen Jahres von der Stadt Hannover gekauft. Monsen: „Hier schweben mir ein Branchenmix mit dem Schwerpunkt Wohnungsbau, aber auch Dienstleistungen vor.“ Wichtig sei eine vernünftige Durchmischung.
Was die Zukunft angehe, so sei Grundstückentwicklung das A und O, das entscheidende Kriterium für die Stadtentwicklung. Eine Aufgabe, die nach Auffassung Monsens maßgeschneidert für die EL ist – arbeite sie doch Hand in Hand mit der Stadt und habe sich in der Vergangenheit mit ihrem Know-How stets flexibel bei der Vermarktung gezeigt.