Eine sehr persönliche Autobiografie

2007 schrieb Ernst Müller sein Buch „Musik über Grenzen“

Langenhagen (kr). „Es gibt nur wenige Menschen, die mit dem, was sie beruflich tun, anderen so viel Freude bereitet haben wie Ernst Müller. Er ist ein sympathischer Mensch, der sein ganzes Leben in den Dienst der Musik gestellt hat. Sein schier unerschöpfliches Repertoire reicht von moderner Unterhaltungsmusik bis hin zu Märschen und Volksmusik. Dass er sich insbesondere mit unserer niedersächsischen Geschichte identifiziert, dafür kann man ihm nur danken. Er hat sich immer wieder als hervorragender Botschafter unsere Landes erwiesen.“ Das betonte Jürgen Gansäuer, ehemaliger Präsident des Niedersächsischen Landtags, in seinem Grußwort in Ernst Müllers Autobiografie, die 2007, die im Göttinger MediaMatrix Verlag von Heinrich Prinz von Hannover erschien. An gleicher Stelle unterstrich der ehemalige Bürgermeister Friedhelm Fischer: „Ernst Müller ist eine Langenhagener Institution, ein musikalischer Botschafter und Werbeträger unserer Stadt zugleich. Seine Blasmusik überwand weltweit Grenzen und Sprachen und trug darüber hinaus regelmäßig zu Völkerverständigung bei. Von Moskau bis Rio, von New York bis Vietnam, überall wurde Ernst Müller mit seinem Orchester begeistert empfangen, gefeiert und geliebt.“ Und Dietmar Althof, Chef des Restaurants „Schlossküche“ in Herrenhausen meinte: „Bezeichnend für Ernst Müller sind seine Kontakte zu den Großen dieser Welt, und diese fühlen sich mit ihm verbunden. Ob es sich dabei um Königin Sophia von Spanien handelt, Helmut Kohl, Chaim Herzog aus Israel oder Gerhard Schröder: Er kennt sie alle, und sie kennen ihn. Mit Wilfried Hasselmann, Egon Franke und Herbert Schmalstieg war bzw. ist er aufs herzlichste verbunden. Ich bewundere ihn für seine Selbstdisziplin, seine nie ermüdende Leistungsbereitschaft und seine Konzentrationsfähigkeit. Bei all diesen Eigenschaften ist es schön, der der Humor und die Herzlichkeit nie auf der Strecke geblieben sind.“
„Musik über Grenzen“ ist der Titel von Ernst Müllers Autobiografie, deren Schwergewicht auf seinen 55 Konzertreisen liegt. Es schildert die spannenden bis abenteuerlichen Erlebnisse auf den Unternehmungen, die Erfahrungen mit neuen Kulturen und das Kennenlernen unglaublich interessanter Naturschönheiten. Diese Reisen beinhalteten natürlich auch attraktiven Tourismus. Dagegen stand regelrechte Knochenarbeit bei den vielen Konzerten und Empfängen. Ernst Müller gibt darüber hinaus Einblick in die tagtägliche Sisyphusarbeit eines musikalischen Leiters, der nicht nur dirigiert, sondern auch organisiert und die Kontakte mit den Gastgebern pflegt und die Stimmungslagen im Orchester auslotet. Er schildert seine musikalische Ausbildung und insbesondere die Motivation, Dirigent zu werden. Viel Lesestoff findet sich auch in dem Kapitel „Anekdoten und Erinnerungen“. Er lässt natürlich auch nicht seinen körperlichen und seelischen Zusammenbruch im Jahr 2000 aus. 15 Monate war er weit entfernt von jeglichen musikalischen Aktivitäten. Dass er dann wieder die Kraft fand, seine Dirigentenlaufbahn fortzusetzen, war schon ein kleines Wunder. Und in den vergangenen 15 Jahren hat er mit seinen Auftritten auf Anhieb sein Publikum begeistert. Man geht wie schon seit Jahrzehnten eben zu Müller. Da ist Qualität vorprogrammiert.