„Eine wahre Fummelarbeit“

Was ist eigentlich ein Formstein? Architektin Julia Meinecke im Gespräch mit Pastor Torsten Kröncke. (Foto: O. Krebs)

Sanierung an der Elisabethkirche soll 2018 abgeschlossen sein

Langenhagen (ok). Der Begriff Sisyphosarbeit ist vielleicht etwas übertrieben, aber eine Menge Akribie ist auf jeden Fall gefragt: Insgesamt 15.000 Backsteine und 1.200 spezielle so genannte Formsteine werden benötigt; die Backsteine werden extra in Dänemark gebrannt. Und eine Menge Geld kostet es auch, genauer gesagt 890.000 Euro. Die Rede ist von der Sanierung der Elisabethkirche. Begonnen hat sie 2016 mit dem Turm – das Raseneisensteinmauerwerk ist in Schuss gebracht und verputzt worden. Das Kirchenschiff, das von 1867 bis 1869 gebaut worden ist, wurde dann als Nächstes in Angriff genommen. „Eine wahre Fummelarbeit“, wie Pastor Torsten Kröncke treffend feststellte. Die Wände sind bei einem Luftangriff im Zweiten Weltkrieg glücklicherweise stehen geblieben, viele Ausbesserungen nötig. Die zuständige Architektin Julia Meinecke vom zuständigen Amt für Bau- und Kunstpflege in Celle: „Im Laufe der Jahre gab es lediglich zwei größere Sanierungen – 1969 und auch 1992.“ Jetzt stehe die erste gründliche Fassadensanierung nach 150 Jahren an. Nord- und Südseite sind fast fertig; 400.000 Euro seien bislang schon verbaut worden. Nord- und Südseite sind fast fertig, die Ostseite ist danach dran. Die richtig gute Nachricht: Das Gerüst ist auf jeden Fall verschwunden, wenn der Weihnachtsmarkt vom 8. bis zum 10. Dezember vor der Elisabethkirche läuft. Und 2018 soll dann das ganze Projekt abgeschlossen sein.