Eine wahre Powerfrau

Einmalig: Bettina Praßler-Kröncke und Torsten Kröncke als Cindy und Bert.Foto: E. A. Nebig

Elisabethkirche feierte 500. Geburtstag der Namensgeberin mit großem Ball

Ihre fürstliche Gnaden, Herzogin Elisabeth und Luther gaben sich die Ehre
Langenhagen (ne). In diesem Jahr gibt es in der evangelisch-lutherischen Elisabeth-Kirchengemeinde viel zu feiern, nämlich den 500. Geburtstag der Namenspatronin „Elisabeth“. Die alte Dorfkirche und die Gemeinde erhielten den Patronatsnamen am 18. März 1958. Mitnichten ist es die Heilige Elisabeth von Thüringen, die man zur Patronin erkor, wie viele uneingeweihte bis heute glauben, sondern die Welfenfürstin Elisabeth von Calenberg.aus dem Hause Hohenzollern. Heute würde man die resolute Fürstin eine „Powerfrau“ nennen. Ihr 500. Geburtstag ist Grund für die Gemeinde, ihrer Patronin mit mehreren Veranstaltungen zu gedenken. Auftakt war am 8. Mai ein Fest mit buntem Programm, Musik und Tanz im ausgebuchten, liebevoll dekorierten Martinshaus. Unter dem Motto: „Wenn die Elisabeth … " führten ihro fürstliche Gnaden Elisabeth und der Reformator Prof. Dr. Martinus Luther (alias Rita Kischlat und Roman Sickau in historischen Gewändern) höchstderoselben gekonnt und engagiert durch das Programm. Es trat zwar kein Renaissance-Orchester auf, dafür aber die Eliza-Singers. Sie warteten unter der Leitung von Dörte Wehner und Klavierbegleitung durch Kantor Arne Hallmann, mit flotten Melodien auf, die sich auf den Namen Elisabeth bezogen. Das ging vom Schlager bis hin zum Musical „My fair Lady“. Zudem traten bekannte Künstlerinnen und Künstler aus dem Show-Business auf, nämlich Peter Maffey, Howard Carpendale sowie das Duo Cindy und Bert. Diese vier entpuppten sich bei näherem Hinsehen als Superintendent Martin Bergau und das Pastoren-Ehepaar Kröncke. Sie sangen nicht nur live auf Elisabeth umgemünzte Texte wie „Und es war Sommer“, „Spaniens Gitarren“ sowie „Ti Amo, sondern sie sahen auch fast genau so aus wie die Interpreten, und sie gaben sich auch so. Die Ballgäste amüsierten sich prächtig und spendeten viel Applaus. Den erhielt auch ein eigens für das Fest gegründetes Mädchenensemble um Marie Lüders, das mit vielen Liedern und Songs rund um die Figur der Herzogin Elisabeth aufwartete. Ebenso Pastor Bernd Wrede - ein echter Heidjer und des Plattdeutschen mächtig, der sich als Bänkelsänger hervortat. Er hatte das Lied von "Herrn Pastor sien Kau" umgedichtet, so dass sich die Verse auf den Lebensweg der resoluten „Namensfrau“ bezogen.