Eisernes Jubiläum und mitten im Leben

Für ihre langjährige Mitgliedschaft im SoVD-Ortsverband wurden geehrt: (zweite Reihe von links) Otto Semmler, Christel Olzog, Elfriede Weissgerber und Reinhold Mansbart. (Foto: C. Borschel)

SoVD-Ortsverband feiert 65-jähriges Bestehen

Krähenwinkel (bo). Wenn eine Person den 65. Geburtstag feiert, dann kommen viele Gäste und man blickt auf eine lange Lebenszeit mit vielen Erinnerungen, Höhen und Tiefen zurück. Wenn eine Institution wie der Ortsverband Langenhagen des Sozialverbandes Deutschlands 65-jähriges Bestehen feiert, dann multiplizieren sich all diese Faktoren. So geschehen am vergangenen Wochenende im Dorfgemeinschaftshaus Krähenwinkel. In einem vollen Festsaal trafen sich etliche Mitglieder zusammen, um gemeinsam zurückzublicken- aber auch nach vorne zu schauen.
Als sich der damalige Reichsbund im März 1947 nach dem Krieg wiedergründete, waren die Ziele, die man verfolgte, andere, als sie die heutige Zeit verlangt. „In den ersten Jahren kam es neben der Beratung der Mitglieder in Rentenangelegenheiten vor allen Dingen darauf an, die Wohnungsnot und die allgemeine Notlage zu lindern. Die Verteilung von Brennholz und Kohle, sowie die Vergabe von Bezugsscheinen für Bekleidung und Kohle waren Aufgaben des Vorstandes“, erzählt die Ortsverbands-Vorsitzende Almut Jahnke-Saile in ihrer Jubiläumsrede. Es ging damals vor allem darum, das Notwendigste zu stellen. Der Verein, zu Beginn mit 161 Mitgliedern ist mittlerweile auf rund 1180 Anhänger gewachsen und sieht sich teilweise mit ganz anderen Herausforderungen konfrontiert. Das Herzstück, so Festrednerin Edda Schliepack, seien heute die Ortsverbände. „Kompetente Sozialberatung ist ein wichtiger Baustein. Wir kämpfen für unsere Mitglieder, wenn wir den Eindruck haben, dass rechtliche Dinge falsch laufen“. Hierbei sei man besonders stolz, dass man parteipolitisch unabhängig geblieben sei- und bleiben werde. „Wir müssen den jetzigen Landtagswahlkampf für uns nutzen, um den Kandidaten gezielt auf den Zahn zu fühlen, damit unsere Interessen vertreten werden“, gab sich Schliepack selbstbewusst. So wolle man sich neben einer Neudefinition des Bedürftigkeitsbegriffes auch für weitere Reformen bei der Pflegeversicherung starkmachen.
Natürlich geht es nicht nur ernst und politisch, sondern auch gesellig zu im SoVD. So werden auch regelmäßige Reisen organisiert, gemeinsame Essen oder Seniorennachmittage immer gern angenommen. Besonders lang durften von diesem Angebot Christel Herzig (25 Jahre), Alfred Köster (25 Jahre), Reinhold Mansbart (40 Jahre) und Elfriede Weissgerber (50 Jahre) an diesen Angeboten teilhaben – sie wurden für Ihre Treue geehrt.