EL bekommt neue Aufgaben in der Stadt

Gesellschaftervertrag wird jetzt geändert

Langenhagen (ok). 1998 ist sie mit dem Ziel gegründet worden, das Weiherfeld einschließlich der kompletten Infrastruktur zu entwickeln; Ende 2003 ist die technische Erschließung von der Entwicklungsgesellschaft Langenhagen (EL) – einer hundertprozentigen Tochter – wieder an die Stadt Langenhagen zurückgegangen. „Mit Einzelbeschluss des Rates konnten wir uns auch um andere Grundstücke und deren Vermarktung kümmern, beispielsweise im Eichenpark und bei MTU“, erläutert Geschäftsführer Jens Monsen das Prozedere. Jetzt soll der Gesellschaftervertrag der EL geändert und auf das gesamte Stadtgebiet ausgedehnt werden, preiswerter und sozialer Wohnungsbau ist ganz besonders im Fokus. Und das Weiherfeld soll ja auch noch erweitert werden (das ECHO berichtete). Jens Monsen und sein Mitarbeiter Lars Hecht: „Wir müssen uns fragen, was wir bauen und haben wollen.“ Das soziale Gefüge müsse auf jeden Fall stimmen; es müsse eine enge Abstimmung mit den Fachleuten für Jugend und Familie geben. Um vernünftige Rahmenbedingungen – auch für EU-weite Ausschreibungen – zu schaffen, sollen technische Dienstleistungen komprimiert eingekauft werden. Jens Monsen: „Wir wollen etwa vier bis fünf Grundstücke gleichzeitig bebauen.“ Lars Hecht betont noch einmal, dass in erster Linie nicht an Flüchtlingsunterkünfte gedacht wird. „Es sollen primär normale Wohnungen im niedrigen Preissegment entstehen.“ Drei Grundstücke im Stadtgebiet sind schon gesichert. Anfang des Jahres will die EL jetzt Ideen und Vorschläge sowie Varianten als Diskussionsgrundlage für den Stadtplanungsausschuss in die Politik geben. Zunächst aber muss der Gesellschafter über einen Gesellschafterbeschluss den Gesellschaftervertrag ändern. Insofern nicht ganz so zeitaufwändig, weil Bürgermeister Mirko Heuer der einzige Gesellschafter ist und lediglich mit sich selbst verhandeln muss.