"Elektroautos nicht nur so"

CDU-Fraktion lehnt Vorstoß von SPD und Grünen ohne Konzept ab

Langenhagen (ok). Elektroautos "nur mal so" einfach anschaffen, weil sie gerade "in" sind? Ein Vorschlag, der für den CDU-Fraktionschef Mirko Heuer überhaupt nicht in die Tüte kommt. Heuer bezieht sich auf einen Antrag von SPD und Grünen unter dem Motto "Beitrag der Stadt Langenhagen zur CO2-Reduktion". Eine CO2-Reduktion erfolge aber allein durch die Anschaffung eines oder mehrerer Elektrofahrzeuge gerade nicht. Die Begründung der CDU-Fraktion: Ein Elektroauto produziere durch die Be- und Entladevorgänge so viel CO2, weil Strom ja in Wärme umgesetzt werde. Darüber hinaus werde Strom immer noch überwiegend in Kernkraftwerken erzeugt. Was die Batterietechnik angeht: Aktuelle Blei-Gel-Batterien sind laut Heuer sehr schwer, müssen lange geladen werden und haben eine kleine Kapazität. Moderne Lithium-Ionen-Akkus seien zwar leichter, aber auch deutlich teurer. Akzeptieren kann Heuer auch keineswegs, dass die Wartungskosten von Elektroautos geringer seien, schließlich sei alle zwei bis drei Jahre ein neuer Akkusatz von 3.000 Euro tätig. Außerdem werde so viel Sondermüll produziert, das die Ökobilanz sehr negativ ausfalle. Die Christdemokraten fordern ein übergreifendes Konzept, schlagen zum Beispiel Elektrofahrzeuge mit austauschbaren Akkus vor, die tagsüber über eine Solaranlage aufgeladen werden könnten. Heuer, der die Langenhagener Wirtschaftsförderung zum Handeln auffordert: "Man könnte auch über eine Art Leihakku-Programm nachdenken, bei dem nur der Energieverbrauch bezahlt wird."