Elektroschocker im Gepäck

Bundespolizisten greifen ein

Langenhagen. Ein vermeintlich harmloser Alltagsgegenstand rief am Montag die Bundespolizei am hiesigen Flughafen auf den Plan. Bei der Luftsicherheitskontrolle eines Fluges nach Antalya in der Türkei stellten die Luftsicherheitsassistenten im Handgepäck einer 58-jährigen Deutschen eine Taschenlampe mit integriertem Elektroimpulsgeber, umgangssprachlich Elektroschocker, fest. Dieses Elektroschockgerät erzeugt über eine Elektronik aus einer Batteriespannung einen Funkenüberschlag an den angebrachten Elektroden, die bei Aktivierung beim Gegenüber lebensgefährliche Verletzungen hervorrufen können. Das deutsche Waffengesetz stuft solche Elektroimpulsgeräte, die einen Gebrauchsgegenstand vortäuschen oder die mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs verkleidet sind, als verbotene Waffen ein.
Daher erfolgte die Sicherstellung. Nach Fertigung einer Strafanzeige konnte die Betroffene ihre Reise fortsetzen.