Elisabeth-Kita will sich erweitern

Setzen auf frische Ernährung: Caren Marks (von links), Tabea Pipenbrink, Bettina Praßler-Kröncke und Marco Brunotte. (Foto: O. Krebs)

Bundesministerium stellt Förderung in Aussicht

Langenhagen (ok). 50 Jahre existiert die Kindertagesstätte in der Elisabethgemeinde schon, die Anforderungen an das Gebäude und auch an die Mitarbeiter sind in der jüngsten Vergangenheit gestiegen. Waren es vor fünf Jahren noch eine Ganztags- und drei Halbtagsgruppen, so sind es heute vier Ganztags- und eine Hortgruppe. 120 statt 85 Kinder, die viel Platz zum Bewegen, aber auch zum Ausruhen benötigen. "Wir haben unseren Mitarbeiterraum in einen Schlafraum umfunktioniert", sagt Einrichtungsleiterin Tabea Piepenbrink. Es kneift an allen Ecken und Enden; Veränderungen müssen her. So ist die Küche, in der Tag für Tag 120 Essen für die Kinder zubereitet werden, gerade mal 13 Quadratmeter groß. Die Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks, die die Elisabeth-Kita zusammen mit ihrem Landtagskollegen Marco Brunotte besuchte, machte deutlich, dass der Bedarf natürlich enorm sei, für 46 Prozent der unter Dreijährigen im vergangenen Jahr ein Betreuungsplatz gewünscht worden sei, ihn aber lediglich 32,7 Prozent bekommen hätten. Nicht zuletzt laufe unter der Federführung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Initiative, die 100.000 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder von eins bis zum Schuleintrittsalter von 2017 bis 2020 vorsieht. Dafür wird das Sondervermögen, das 2007 angelegt worden ist, um 1,126 Milliarden Euro aufgestockt. Ein Topf, für den auch die Elisabethgemeinde einen Antrag gestellt hat. Nicht nur die Küche soll vergrößert, sondern auch Räume umgestaltet und erweitert werden. Beispielsweise Sport- und Bewegungsräume, Differenzierungsräume oder auch ein Raum für Elterngespräche. Eine Cafeteria ist ebenfalls angedacht, und auch bei den Sanitärräumen muss etwas passieren. "Schließlich arbeiten bei uns jetzt ja Frauen und Männer", sagt Tabea Pipenbrink. Die Gruppen können dann nach der Umbauphase von 20 auf 25 Kinder aufgestockt werden. Der Antrag geht am 21. Februar in den Jugendhilfeausschuss, die Entscheidung über die Bundesförderung parallel im Parlament. Im Klartext: Wenn alles optimal laufe, können sogar schon in diesem Jahr der Spatenstich über die Bühne gehen. So zumindest die Hoffnung von Tabea Piepenbrink und Pastorin Bettina Praßler-Kröncke.