Elke Kruse managt jetzt den Hospizverein

Wachablösung beim Hospizverein Langenhagen: Elke Kruse (rechts) übernimmt den Job der Koordinatorin von Margit Tobie. (Foto: O. Krebs)

Koordinatorin Margit Tobie zieht es wieder in den Südwesten

Langenhagen (ok). Erfahrung bringt sie ohne Zweifel eine Menge mit: Elke Kruse ist seit fünf eineinhalb Jahren Palliativkrankenschwester im ambulanten Palliativ- und Hospizdienst, dazu ausgebildete Trauerbegleiterin und Koordinatorin. Und diesen verantwortungsvollen Job übernimmt sie jetzt auch beim Hospizverein in Langenhagen. Margit Tobie, die diese Aufgabe seit sechs Jahren mit viel Herzblut ausgefüllt hat, zieht es wieder in ihre südwestdeutsche Heimat nach Ludwigshafen, wo sie eine ähnliche Aufgabe übernehmen wird. In Langenhagen hat die 61-Jährige eine Menge auf die Beine gestellt, unter anderem viele Ehrenamtliche mit ausgebildet, den 20. Geburtstag des Hospivereins organisiert und auch eine Angehörigengruppe ins Leben gerufen. Auch Elke Kruse hat schon einige konkrete Vorstellungen, will zum Beispiel die Trauerbegleitung im Hospizverein integrieren, beispielsweise eine Trauergruppe gründen oder auch ein Trauercafé einrichten. Elke Kruse: „Leid kann man nicht wegnehmen, nur helfen, es zu tragen.“ Auf ihre neue Aufgabe freut sich die gebürtige Lübeckerin, arbeitet sie doch gern mit Menschen und pflegt soziale Kontakte. „Ehrenamtliche sind immer nette Menschen mit viel Tiefe und Einfühlungsvermögen. Sie brauchen zwischendurch eine Pause, um wieder auftanken zu können“, sagt Elke Kruse, die drei erwachsene Töchter hat. Der Tod macht der 61-Jährigen keine Angst, mit ihm ist sie schon als 18-jährige Krankenschwester konfrontiert worden. „Wenn man über den Tod nachdenkt, denkt man auch über das Leben nach. Sterben ist auch Leben“, sagt die christlich geprägte dreifache Mutter. Genau wie Johanna Holze vom Hospizverein ist sie aber froh, dass sich die Gesellschaft verändert habe, der Tod nicht mehr Tabuthema sei. Aufklärung in der Öffentlichkeit sei in diesem Zusammenhang wichtig. Einzelberatung und Gespräch bietet Elke Kruse auch an – einfach einen Termin unter Telefon (0511) 9 40 21 22 oder unter info@hospiz-langenhagen.de mit ihr vereinbaren. Anfang nächsten Jahres startet dann auch der nächste Kursus für Hospizhelferinnen und Hospizhelfer. Männer seien immer noch in der Unterzahl, deshalb will Johanna Holze auch gezielt Aufklärung betreiben, beispielsweise am Stand auf dem Wochenmarkt. Mit einem lachenden und weinenden Auge blickt sie auf den Abschied Margit Tobies, denkt gern an die gemeinsamen erfolgreichen Jahre zurück, freut sich aber auch auf die Zeit mit Elke Kruse. Und auch in diesem Jahr steht noch einiges an: Am 18. September um 17 Uhr läuft ein großes Benefizkonzert in der Liebfrauenkirche, am 21. November ein Vortrag über die Kinder und Enkel der Kriegsgeneration in Kooperation mit der VHS und am 26. November zwischen 14 und 17 Uhr der Adventsbasar in der Mensa des Schulzentrums. Und auch die Reihe „Hospiz macht Schule“ soll intensiviert und fortgesetzt, auf die Langenhagener Ortsteile ausgedehnt werden. Richtig spannend wird es dann aber 2017: Das 25-jährige Jubiläum des Hospizvereins Langenhagen mit vielen Aktionen das ganze Jahr über steht an.