Eltern zweifeln Verwaltungszahlen an

Kritik an Hortplätzen auf Sitzung des Stadtelternrates

Langenhagen (ok). Fachbereichsleiterin Heidi von der Ah hatte für die jüngste Sitzung des Stadtelternrates abgesagt. In weiser Voraussicht? Auf jeden Fall musste sie so nicht die herbe Kritik über sich ergehen lassen, die vor allen Dingen aus den Reihen der Eltern kam. So wurden die Zahlen der Verwaltung in Sachen Hortplätze stark angezweifelt, durchweg ein höherer Bedarf angenommen. Die Verwaltung halte sich mit der Nennung von Zahlen zurück, verweise auf die Problematik der Mehrfachanmeldungen. Der CDU-Fraktionschef Mirko Heuer kritisierte die Ermittlung des Betreuungsbedarfes – dieser beruhe auf dem Hildesheimer Modell, aber nicht auf den realen Zahlen der in Langenhagen lebenden Kinder. Marco Brunotte stellte fest, dass der Druck der Eltern in den vergangenen Jahren größer geworden sei, sich die Situation dynamisch entwickle. So könne nicht vorhergesagt werden, wer zum Beispiel in ein Neubaugebiet wie das Weiherfeld ziehe. Nach Ansicht vieler Eltern ist die Planung der Verwaltung kurzsichtig – zumindest bei ganztägig betreuten Kindern könne man von einem späteren Hortbedarf ausgehen. Als Beispiel wurde die Kita in Krähenwinkel angeführt – hier werden zu Beginn des Schuljahres 2011 nach aktuellem Stand nur zwei Hortplätze frei, denen jetzt bereits ein Mindestbedarf von fünf Plätzen gegenüberstehe. Das Thema Hortplätze wird auch den Jugendhilfeausschuss in seiner nächsten Sitzung am 29. April beschäftigen.