Empfang für Kleinunternehmer

Wirtschaftsförderung für Kleinunternehmer: Pressesprecherin der Stadt Juliane Stahl (von links) mit Jens Monsen und Jörg Hollemann. (Foto: G. Gosewisch)

Wirtschaftsförderung gestaltete ersten Rahmen

Langenhagen (gg). Welche Probleme plagen die Kleinunternehmer? Welchen Sinn hat die Kontaktpflege untereinander? Inventar teilen, Marketing-Kosten über Werbegemeinschaften reduzieren, feste Kosten optimieren – diese und weitere Fragen haben die über 30 Gäste des Empfangs „Chancen und Möglichkeiten eines Netzwerkes“ auf Einladung der Wirtschaftsförderung der Stadt Langenhagen diskutiert. Hintergrund der Veranstaltung ist ein Auftrag der Politik. Mit der Annahme, dass vorhandene Netzwerke in Langenhagen für Kleinunternehmer aufgrund vergleichsweise hoher Mitgliedsbeiträge nicht attraktiv sind, haben die Fraktionen SPD und Bündnis 90/Die Grünen die Verwaltung beauftragt, ein zusätzliches Forum zu schaffen. "Die Verwaltung wird versuchen, mit der Auftaktveranstaltung einen Rahmen zu gestalten. Weiterlaufen soll das dann entstehende Netzwerk in Eigenverantwortung", erklärte Jens Monsen von der Wirtschaftsförderung der Stadt im Pressegespräch. Gemischt aufgestellt waren die Gäste der Auftaktveranstaltung in der Weinhandlung Legro in Godshorn – viele etablierte Selbstständige aus der Langenhagener Wirtschaft waren darunter, die die Idee des zusätzlichen Netzwerkens offensichtlich unterstützen wollten. Aber auch einige neue Gesichter waren zu sehen. „Es ist nicht einfach, die Kleinunternehmer mit der Einladung zu erreichen. Wir haben keine entsprechenden Kontaktdaten zur Verfügung“, erklärte Jens Monsen im Vorfeld. Mit einem Aufruf über die Presse hatte die Stadtverwaltung daher versucht, Interessierte zu gewinnen. „Auf diesem Weg haben wir Anmeldungen bekommen“, bestätigte Wirtschaftsförderer Jörg Hollemann. Mit dem Bemühen der Verwaltung, hier einen ersten Impuls zu setzen, dürfte es aber auf Sicht nicht getan sein, schließlich müssen sich die angesprochenen Kleinunternehmer selbst zu einem solchen Netzwerk zusammenschließen. Das setzt Motivation und Einsatzbereitschaft voraus, die sicher bei vielen Kleinunternehmern bereits in hohem Maße von den vielfältigen Anforderungen des Arbeitsalltags absorbiert werden. Mit Blick auf die ebenso große wie schwer greifbare Zielgruppe wird es denn auch weiterer Anstrengungen bedürften, um genügend Interesse in der Zielgruppe an dieser Idee wachzurufen.